Trump bekommt keinen eigenen Ozean – weil sich Google querstellt?
Mit der Schilderung seines angeblichen Versuchs, einen Ozean nach ihm zu benennen, und Googles Blockade der Idee, hat US-Präsident Donald Trump seine Anhänger begeistert.
Bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Georgia behauptete er, in einem Gespräch mit Vertretern des Internetkonzerns vorgeschlagen zu haben, den Atlantik oder den Pazifik in «Trump Ozean» umzutaufen. Daraufhin hätten diese empört gesagt: «Jetzt reicht's. Jetzt ist Schluss. Wir machen das nicht mehr mit.»
Zuvor hatte Trump 2025 per Dekret bereits den Golf von Mexiko in «Gulf of America» umbenannt, im August dieses Jahres folgte der Ontariosee an der Grenze zu Kanada mit dem Namen «Lake America». Google Maps übernahm beide Änderungen für Nutzer in den USA.
Trump sagte vor seinen Anhängern, er habe Google eine Karte mit der Beschriftung «Trump Ozean» geschickt. Allerdings hätten die Verantwortlichen das abgelehnt: «Sir, hören Sie, okay, das können wir nicht machen. Ozeane sind etwas anderes. Sie erstrecken sich über viele, viele Länder.» Trump sagte, dass er es ohnehin nur als Scherz gemeint habe - dieses Mal. Allerdings schob er hinterher: «Auch wenn es nicht die schlechteste Idee war, die ich je hatte.» Ob sich der Austausch mit Google tatsächlich so ereignet hat, war zunächst unklar.
Worum es Trump eigentlich geht
Trump hat bereits mehrfach signalisiert, dass er gerne auch einen Ozean umbenennen würde. Zuletzt hatte er auch damit kokettiert, die Strasse von Hormus künftig «Trump-Meerenge» nennen zu wollen.
Dabei ging es ihm aber vermutlich eher darum, den Kriegsgegner Iran zu provozieren. Die Meerenge zwischen der iranischen und der omanischen Küste verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean. (dpa)
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