«Danke, Liebes, ich habe genug»: Hier bricht Trump ein Interview abrupt ab
US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit Kristen Welker, Moderatorin des US-Nachrichtensenders «NBC» zentrale Wahlkampfaussagen relativiert. Entgegen seiner früheren Rhetorik, die USA aus Kriegen im Ausland fernzuhalten, erklärt er: «Ich habe keinen Krieg ausgeschlossen. Warum hätte ich sonst das stärkste Militär der Welt aufgebaut?»
Den andauernden Krieg der USA gegen den Iran verteidigt Trump mit den Worten: «Ich mag diese endlosen Kriege nicht. Das ist kein endloser Krieg. Wir machen das seit drei Monaten.» Zu den laufenden Friedensverhandlungen äussert er sich vage, lobt die iranische Seite jedoch als rational und verhandlungsbereit.
Das Interview endete abrupt, als Welker Trump wiederholt zu seinen unbelegten Behauptungen über angebliche Wahlmanipulationen in Kalifornien befragte. Daraufhin beschimpfte Trump verschiedene US-Fernsehsender als unehrlich, riss sich das Mikrofon vom Sakko und verabschiedete sich von seinem Gegenüber mit den Worten: «Danke, Liebes, ich habe genug.»
29 Milliarden Dollar
Einen konkreten Zeitplan für den Abzug der rund 50'000 im Nahen Osten stationierten US-Truppen liess Trump in dem Gespräch offen: «Es kostet uns sehr wenig, sie dort zu halten. Ich würde sagen, es wäre töricht, das zu tun, denn vielleicht werden wir sie noch brauchen.» Die Kosten des Konflikts belaufen sich mittlerweile auf rund 29 Milliarden Dollar, allein im Mai. Ausserdem sorgen steigende Benzinpreise in der Bevölkerung zunehmend für Unmut, weshalb Trump verspricht: «Sobald der Krieg vorbei ist, sinkt alles wieder.»
Neben dem Krieg war in dem Gespräch auch Trumps umstrittener Entschädigungsfonds für vermeintlich politisch verfolgte Unterstützerinnen und Unterstützer Thema. Obwohl seine eigenen Anwälte das Projekt vor Gericht für gescheitert erklärt haben, hält Trump öffentlich daran fest: «Wenn sie die Genehmigung bekommen, ist das grossartig. Wenn sie die Genehmigung nicht bekommen, wäre ich enttäuscht.» Zusätzliche Kritik zieht er mit seinem Vorhaben auf sich, eine Milliarde Dollar Steuergelder für einen neuen Ballsaal im Weissen Haus zu bewilligen. (val/ watson)
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