Trotz Entschuldigung aus Iran: Weitere Angriffe in Golfregion
Trotz einer Entschuldigung von Irans Präsident Massud Peseschkian für Angriffe in der Golfregion dauern die Attacken dort an. Mehrere Golfstaaten teilten heute erneut mit, sie hätten Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt. Dabei standen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar unter Beschuss.

Katars Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe eine Rakete abgefangen. Gestern hatte Katar Angriffe mit zehn iranischen Drohnen gemeldet. In Katar liegt der wichtige US-Militärstützpunkt al-Udaid.
Das emiratische Verteidigungsministerium erklärte am frühen Samstag, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Die Emirate sind von den Golfländern am stärksten unter Beschuss und fingen nach eigenen Angaben bisher rund 200 Raketen, 1100 Drohnen und mehrere Marschflugkörper ab. Das Medienbüro der Metropole Dubai meldete zudem einen «kleinen Vorfall» durch herabfallende Trümmerteile.

Irans Marineeinheiten teilten der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge mit, diese hätten mit Drohnen US-Stützpunkte in Abu Dhabi und in Kuwait angegriffen. Irans Revolutionsgarden erklärte, sie hätten an der US-Basis in den Emiraten unter anderem ein Kommunikationszentrum und Radarsysteme getroffen.
Saudi-Arabien teilte mit, die Luftwaffe habe unter anderem mehrere Drohnen am Ölfeld-Schaiba im Südosten abgefangen sowie zwei Raketen in Nähe der US-Luftwaffenbasis südöstlich von Riad.
Auch in Bahrain heulten heute die Warnsirenen wegen drohender Luftangriffe. Das Generalkommando teilte heute mit, das Land habe bisher mehr als 80 Raketen und etwa 150 Drohnen abgefangen seit Beginn der Angriffe vor einer Woche.
Irans Präsident Peseschkian hat ein Ende von Luftangriffen auf die regionalen Nachbarländer versprochen, wenn von diesen aus keine Attacken auf den Iran erfolgen. Jede Form der Unterstützung für Israel und die USA sei «ehrlos», sagte Peseschkian in einer von der staatlichen Rundfunkagentur ausgestrahlten Videobotschaft. Zugleich entschuldigte er sich für die Angriffe auf die regionalen Nachbarländer. Diese seien «das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten», sagte er. (dpa)
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