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Stromausfall im Südwesten Deutschlands: Verdacht auf Brandstiftung

Was steckt hinter dem Stromausfall im südwestdeutschen Reutlingen? Es soll Hinweise auf Brandstiftung im Umspannwerk geben, mehrere Brandstellen werden untersucht.
Nach Stromausfall ermittelt die Polizei wegen möglicher Brandstiftung in einem Umspannwerk. (Bild: Symbolbild: Keystone)

Nach einem grossflächigen Stromausfall in Reutlingen im Südwesten Deutschlands gibt es nach Angaben des Netzbetreibers Anzeichen für eine Brandstiftung in einem Umspannwerk.

Es seien drei Brandstellen gefunden worden, ausserdem seien der Zaun und das Gelände vor der Anlage beschädigt, sagte ein Sprecher von Netze BW. Ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) des Bundeslandes Baden-Württemberg sagte, die Polizei ermittle in alle Richtungen. LKA-Brandsachverständige seien in die Ermittlungen eingebunden. Das sei bei Vorfällen ab einer bestimmten Dimension aber üblich, erklärte er.

Nach Stromausfall ermittelt die Polizei wegen möglicher Brandstiftung in einem Umspannwerk. (Bild: Symbolbild: Keystone)

Rund 10'000 Kunden weiter ohne Strom

Die Grossstadt hat rund 120'000 Einwohner. Nach Angaben von Netze BW ist das Umspannwerk Reutlingen-West betroffen. Seit 1.45 Uhr sei das Umspannwerk ausgefallen. Fünfeinhalb Stunden später sei etwa die Hälfte der betroffenen rund 20'000 Kunden der Fairnetz GmbH, des Strom- und Gasnetzbetreibers in der Region Reutlingen, wieder versorgt.

Die beiden Energieunternehmen teilen sich den Angaben zufolge das Umspannwerk. Dem Sprecher zufolge leistet Netze BW beim Wiederaufbau der Stromversorgung Amtshilfe.

Erinnerungen an Berliner Brandanschläge

Der Vorfall erinnert an einen mutmasslich linksextremen Brandanschlag auf die Stromversorgung eines Berliner Technologieparks. Nach dem Anschlag am 9. September 2025 auf zwei Strommasten waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und rund 2.000 Gewerbebetriebe von einem Stromausfall betroffen. Ein weiterer Anschlag auf Starkstromkabel in Berlin war 3. Januar verübt worden. Der Ausfall dauerte noch länger als der im September. (dpa)

 
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