Papst Leo appelliert an Christen: Hoffnung in die Welt hineintragen
Bei seiner ersten Ostermesse als Papst hat Leo XIV. Christen weltweit dazu aufgerufen, angesichts der vielen aktuellen Konflikte in unserer Welt nicht in Gleichgültigkeit zu verfallen, sondern Hoffnung in die Welt hineinzutragen. «Der Gewalt des Krieges, der tötet und zerstört» müsse man das «Lied der Hoffnung» entgegensetzen, das die Osterbotschaft den Christen schenke, sagte Leo am Sonntag in seiner Predigt auf dem Petersplatz in Rom vor Zehntausenden Gläubigen und Touristen.
Leo erklärte, der Tod lauere in unserem Inneren, durch Sorgen, Groll und Überforderung, aber auch ausserhalb von uns. «Wir begegnen ihm in der Ungerechtigkeit, im parteiischen Egoismus, in der Unterdrückung der Armen, in der mangelnden Aufmerksamkeit für die Schwächsten. Wir begegnen ihm in der Gewalt, in den Wunden der Welt, in dem Schmerzensschrei, der von überall her aufsteigt – angesichts der Unterdrückung der Schwächsten, angesichts der Profitgier, die die Ressourcen der Erde plündert, angesichts der Gewalt des Krieges, der tötet und zerstört.»
50'000 Gläubige und Touristen wohnten der Ostermesse bei
Bald ein Jahr im Amt
Der Pontifex zitierte in seiner Predigt auch seinen verstorbenen Vorgänger Papst Franziskus und warnte die Gläubigen davor, angesichts von ständiger «Ungerechtigkeit, Bosheit, Gleichgültigkeit und Grausamkeit» zu resignieren. Denn es sei gewiss, «dass mitten in der Dunkelheit immer etwas Neues aufkeimt, das früher oder später Frucht bringt».
Beim Osterfest vor einem Jahr war noch Leos Vorgänger, Papst Franziskus, im Amt. Der 88-Jährige musste sich für den Oster-Gottesdienst allerdings vertreten lassen, da es ihm gesundheitlich nicht gut ging. Nur den Segen hat er noch selbst sprechen können. Einen Tag später, am Ostermontag, verstarb der Argentinier. Zuvor hatte er eine Lungenentzündung erlitten.
Anfang Mai wurde dann Robert Francis Prevost, wie Papst Leo XIV. bürgerlich heisst, ins höchste Amt der katholischen Kirche gewählt. Er wurde im vierten Wahlgang gewählt. Einen Tag, am 9. Mai, später hielt er dann bereits zum ersten Mal eine Messe ab. (dpa/cri)
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