Früher als gedacht: Papst Leo verlässt vier Tage nach Krebs-OP das Krankenhaus
Papst Leo XIV. hat nur vier Tage nach seiner Lungenoperation zur Entfernung eines bösartigen Krebsgeschwürs das Krankenhaus verlassen. Vor der Klinik sprach er kurz mit Gläubigen, die ihm selbstgemachte Geschenke überreichten, wie im Fernsehen zu sehen war.
Den gut sieben Kilometer langen Weg von der Gemelli-Klinik bis zu seiner Wohnung im Vatikan legte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer der offiziellen Limousinen des Vatikans zurück. Leo war nach Angaben der Ärzte bei einer Operation am vergangenen Dienstag der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden, in dem sich der Tumor befand.
Am Morgen hatte der Pressedienst des Vatikans mitgeteilt, die Entscheidung zur Entlassung des Papstes beruhe auf neuen von seinen Ärzten vorgelegten Untersuchungsergebnissen. «Morgen wird er das Angelus-Gebet vom Fenster der päpstlichen Wohnung aus sprechen», stand in der Mitteilung. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass Leo erst am Dienstag aus der Klinik entlassen würde.
Krebsfrei oder nicht?
Weitere Angaben machten die Ärzte bisher nicht. Damit bleibt unbekannt, ob der Papst nach dem 90-minütigen Eingriff nun krebsfrei ist. Bei dem entfernten Knoten handelte es sich um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom. Experten zufolge ist dies die häufigste Form von Lungenkrebs.
Welche weitere Behandlung nach der Entlassung erforderlich ist, wird vermutlich erst nach weiteren Befunden klar. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob sich in der Lunge oder anderen Organen Metastasen gebildet haben. (dpa)
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