­
­
­
­

Papst feiert in Paris Messe mit 700'000 Menschen

Der erste Staatsbesuch eines Papstes seit 18 Jahren zieht riesige Menschenmassen an. Neben Katholiken kommen auch Menschen anderer Glaubensrichtungen oder ohne Konfession und verbreiten Volksfeststimmung.
Papst Leo XIV. bei der Place de la Concorde. (Bild: Maurizio Brambatti)
Grosser Andrang in Paris: Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes seit 18 Jahren. (Bild: Thomas Padilla)

Hunderttausende Menschen haben am Samstag mit Papst Leo XIV. auf der Place de la Concorde im Zentrum von Paris eine Messe gefeiert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche rief sie in seiner Predigt auf, ihren Glauben auch mit anderen zu teilen, die möglicherweise eine Leere empfinden. «Behaltet den Glauben an Jesus Christus nicht nur für euch selbst, sondern lasst ihn überfliessen, um den Durst der Menschen zu stillen, denen ihr begegnet, und um ihnen Erfüllung zu schenken», sagte der Papst. «Von dieser schönen Stadt Paris aus bete ich inständig dafür, dass sich das lebendige Wasser des Heiligen Geistes über ganz Frankreich ausbreitet.»

Rund 700'000 Menschen waren nach Schätzungen des Vatikans bei der Messe dabei, noch mehr als die mehr als 600'000 Menschen, die sich vorab für die Teilnahme registriert hatten. Vor Beginn des Gottesdienstes hatte der Papst eine zwei Kilometer lange und von Menschenmassen gesäumte Strecke über die Champs-Élysées bis zur Place de la Concorde in seinem Papamobil zurückgelegt und der Menge zugewinkt. «Leo, Leo»-Sprechchöre waren zu hören. Trotz massiver Sicherheitsmassnahmen herrschte Volksfeststimmung. Viele brachten Babys und kleine Kinder mit und einige hoben sie hoch, damit der Papst sie berühren konnte, als er langsam im Papamobil vorbeifuhr.

Grosser Andrang in Paris: Es ist der erste Staatsbesuch eines Papstes seit 18 Jahren. (Bild: Thomas Padilla)

«Die Botschaft von Papst Leo richtet sich keineswegs nur an Katholiken; er spricht zum Beispiel über soziale Gerechtigkeit», sagte Leontine Joseph, 42, eine gläubige Katholikin, die mit zwei Freundinnen marokkanischer Herkunft gekommen war, die in einem muslimischen Umfeld aufgewachsen sind.

Bei einem weiteren Termin am Samstagvormittag hatte der Papst die französischen Katholiken ermutigt, «selbst inmitten der Dornen» einer säkularen Welt an ihrem Glauben festzuhalten. Nach seiner Ankunft am Freitag hatte er eine Ansprache im Élysée-Palast gehalten und in der frisch restaurierten Kathedrale Notre-Dame gebetet. Nach der Messe in Paris ist ein Besuch im Marien-Wallfahrtsort Lourdes geplant. (dpa)

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Eine halbe Million fiebert dem Papst entgegen – Frankreichs wichtigster Mann fehlt

Leo XIV. wird in Paris von Hunderttausenden Gläubigen erwartet. Doch ausgerechnet Präsident Macron bleibt der grossen Messe fern. Dahinter steckt ein angespanntes Verhältnis.
24.09.2026

1,2 Millionen feiern Leo XIV. in Madrid – dann erinnert der König den Papst an ein höchst unangenehmes Thema

Spaniens Hauptstadt erlebt einen religiösen Ausnahmezustand. Doch der Besuch offenbart auch, wie schwer der Schatten der Missbrauchsskandale weiterhin auf der Kirche liegt.
07.06.2026

Alle Meldungen zum Krieg im Iran und den Konflikten im Nahen Osten bis zum 22. April 2026

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.
23.04.2026

Wettbewerb

2x2 Tickets für «Simon & Jan - Heisse Luft» zu gewinnen
Simon & Jan - Heisse Luft

Umfrage der Woche

Hitzeschutz: Welche Massnahme sollte in Liechtenstein höchste Priorität haben?
­
­