13 tote Zivilisten nach pakistanischen Luftschlägen in Afghanistan
Bei pakistanischen Luftschlägen im Nachbarland Afghanistan am Wochenende sind nach UN-Angaben mindestens 13 Zivilisten ums Leben gekommen und sieben weitere verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Frauen und Kinder, teilte die UN-Hilfsmission in Afghanistan (UNAMA) mit. Die Angriffe erfolgten in der Nacht von Samstag auf Sonntag im afghanischen Grenzgebiet. Dabei seien unter anderem eine Koranschule, eine Moschee und ein Wohnhaus beschädigt worden.
Als Reaktion auf die Angriffe bestellte Kabul am Sonntag den pakistanischen Botschafter ein und warnte vor Konsequenzen. Der Verteidigungsminister der in Afghanistan regierenden Taliban kündigte eine «angemessene und massvolle Reaktion» an.
Afghanische Regierungsvertreter hatten zunächst von 18 Toten berichtet. Wie ein Polizeisprecher der Provinz Nangarhar der Deutschen Presse-Agentur am Montag mitteilte, gelten fünf Menschen noch als vermisst.

Das pakistanische Informationsministerium hatte am Wochenende mitgeteilt, dass die Angriffe sieben Terrorlagern und Verstecken der Pakistanischen Taliban (TTP), sowie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gegolten hätten. Die Angaben beider Seiten liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Pakistan wirft den islamistischen Taliban vor, Terrorgruppen Schutz zu gewähren. Auch die Vereinten Nationen schreiben in einem jüngst veröffentlichten Bericht, dass die Regierung in Kabul verschiedenen Terrorgruppen im Land ein günstiges Umfeld bieten und die Pakistanischen Taliban unterstützen.
In den vergangenen Monaten kam es in Pakistan vermehrt zu Angriffen durch den IS und die Pakistanischen Taliban. Bei einem besonders schweren Anschlag nahe Islamabad Anfang Februar kamen 36 Menschen ums Leben und rund 170 weitere wurden verletzt. (dpa)
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