Freilaufender Puma nahe Münchner Flughafen? Jetzt sucht die Polizei mit Hunden
Nachdem die Suche mit Einsatzkräften, Hubschraubern und Drohnen keine Spur des möglichen Pumas bei München gebracht hat, setzt die Polizei nun auf Hunde. Zwei Hundeführer mit ihren Schäferhunden sind dort aktuell im Einsatz - insbesondere um etwaige Beute oder Beuteteile zu finden, wie die Polizei mitteilte. Zudem suchen auch Beamte. Insgesamt habe man derzeit rund 15 Personen vor Ort und sechs im Innendienst, die sich mit der Suche beschäftigen.

Bei der Suche nehme man natürlich Rücksicht auf das Naturschutzgebiet und die dort lebenden Tiere, betont der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta. Die Hunde seien angeleint und würden punktuell suchen - ausgehend vom Ort der Sichtung. Bislang verlief die Suche im bayerischen Notzinger Moos ohne Ergebnis. Auch Hinweise aus der Bevölkerung, von denen einige eingingen, haben bisher keine konkreten Spuren erbracht.
Einsatz von Drohnen und Hubschraubern
Zuvor hatten Einsatzkräfte das Naturschutzgebiet im Landkreis Erding am Mittwoch aus der Luft mit einem Hubschrauber und Drohnen sowie am Boden durchkämmt. Auch der Einsatz einer Wärmebildkamera in der Nacht blieb ohne Erfolg. Ein Jäger hatte am späten Dienstagabend mit einem Nachtsichtgerät ein verdächtiges Tier gesehen und gefilmt. Ein Experte hält es nach Auswertung der Aufnahmen für möglich, dass es sich um einen Puma handelt. Laut Landratsamt ist aber unklar, um welche Tierart es sich handelt. Auch woher das Tier stammen könnte, ist unbekannt.
Bevölkerung soll sehr vorsichtig sein
Das Landratsamt rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Wer das Tier sehe oder andere Erkenntnisse über den Aufenthaltsort habe, soll sich sofort bei der Polizei in Erding melden. Die Menschen in der Region wurden aufgerufen, Hunde nicht frei laufen zu lassen. «Und lassen Sie kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt spielen», informierte das Landratsamt auf Facebook. (dpa)
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