Gericht hat entschieden: Marius Borg Høiby kommt aus der U-Haft
Marius Borg Høiby kam Anfang Februar in Untersuchungshaft, im Juni wurde er unter anderem für zwei Vergewaltigungen schuldig gesprochen. Doch nun soll der Sohn von Mette-Marit auf freien Fuss kommen. Das Osloer Amtsgericht entschied, ihn aus der Untersuchungshaft zu entlassen.
Durch den verschlechternden Gesundheitszustand seiner Mutter konnte Høiby bereits zuvor eine Milderung erwirken. Er durfte seine Untersuchungshaft mit elektronischer Fussfessel auf dem königlichen Anwesen Skaugum verbringen.
Anwalt beschreibt seine Situation als «unerträglich»
Bei der Anhörung betonte sein Anwalt Daniel Storrvik, wie schwer die Isolation und das monatelange Tragen der Fussfessel für den 29-Jährigen gewesen sei. «Heute ist seine Situation unerträglich», sagte er zum Sender «TV2». Darum beantragte er die Freilassung seines Mandanten. Auch ein Vertreter der Bewährungshilfe und ein Psychiater sagten als Zeugen über sein Gefühlsleben aus.

Staatsanwältin: «Die Zeit ist einfach noch nicht reif dafür»
Die Staatsanwaltschaft hält die Freilassung für verfrüht. Staatsanwältin Oda Karterud sagte gegenüber der norwegischen Zeitung «VG», sie könne nicht erkennen, dass die Belastung für den Sohn von Mette-Marit grösser sei als für die meisten anderen Inhaftierten.
Direkt nach der Entscheidung des Gerichts, Marius Borg Høiby dennoch freizulassen, legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Demnach soll Høiby erst nach Abschluss des Berufungsverfahrens freigelassen werden kann.
Laut der norwegischen Zeitung «Se og Hør» hat Høiby bereits Zukunftspläne und will sich nun einen Job suchen. Doch seine Verurteilung ist noch nicht vom Tisch. Nachdem Mette-Marits Sohn zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde, legte er Berufung ein. Im Februar 2027 soll der Fall darum erneut verhandelt werden.
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