Lukaschenko lässt Gefangene frei – USA lockern Sanktionen
In Belarus hat US-Unterhändler John Coale nach Verhandlungen mit Machthaber Alexander Lukaschenko erneut Gefangene freibekommen. Im Gegenzug versprach er, die US-Sanktionen gegen zwei grosse belarussische Unternehmen aufzuheben. «25 Gefangene sind heute frei!», teilte Coale nach den Unterredungen in Minsk bei X mit. Das Engagement für direkte Diplomatie von US-Präsident Donald Trump bringe direkte Ergebnisse. «Vielen Dank, Präsident Lukaschenko, für diesen Schritt», sagte Trumps Sondergesandter.
Bei einem vom Staatsfernsehen in Minsk gezeigten Auftritt sagte Coale, dass die USA als Gegenleistung die Sanktionen gegen zwei Unternehmen aufheben. Konkret geht es um den holzverarbeitenden Betrieb Bellesbumprom, der auch Papier herstellt, und um Lakokraska, den grössten Hersteller von Lacken, Farben und Korrosionsbeschichtungen in Belarus. Die Sanktionen der EU gegen das Land sind indes weiter in Kraft.
Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja dankte den USA für den humanitären Einsatz. «Jede freigelassene Person ist ein Sieg», teilte sie bei Telegram mit. Die Arbeit müsse weitergehen, bis alle politischen Gefangenen in Freiheit seien. Die Opposition im Exil werde den aus dem Land ausgereisten Menschen nun dabei helfen, nach Jahren in Haft nun im Ausland in ein normales Leben zurückzufinden. Auch ihr Mann Sergej Tichanowski war bei einer früheren Aktion in Freiheit gekommen.
Coale: «Wir sind noch nicht fertig!»
«Wir werden weiterhin daran arbeiten, die Beziehungen zwischen den USA und Belarus zu verbessern, und bemühen uns darum, in naher Zukunft die Freilassung weiterer Personen zu erreichen», teilte Coale mit. «Wir sind noch nicht fertig!» Er hatte in den vergangenen Monaten immer wieder die Freilassung von politischen Gefangenen erreicht, darunter auch prominenter Politikerinnen und Politiker.
Trump hatte sich ebenfalls bedankt bei Lukaschenko. Im Gegenzug hatten die USA bereits etwa die Sanktionen gegen den international bedeutenden Düngemittelhersteller Belaruskali aufgehoben.
Immer noch zählen Menschenrechtler in Belarus bis zu 1400 politische Häftlinge. Lukaschenko ist der engste Verbündete von Kremlchef Wladimir Putin. Er hatte sein Land 2022 auch als Aufmarschgebiet für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zur Verfügung gestellt. (dpa)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben




Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.