Bluttat nach Trennung: Mann tötet acht Kinder – Schock und Entsetzen in Louisiana
Ein Schusswaffenmassaker innerhalb einer Familie im Bundesstaat Louisiana hat weit über die Grenzen der USA hinaus für Schock und Entsetzen gesorgt. Ein Mann erschoss sieben seiner Kinder sowie einen Neffen und verletzte die Mutter seiner Kinder sowie eine weitere Frau lebensgefährlich, wie die Polizei mitteilte. Der Täter, Shamar E., sei auf der Flucht von Polizisten erschossen worden.
Die Ermittlungen zum Motiv des Mannes dauerten an. Crystal Brown, die Cousine einer der angeschossenen Frauen, sagte aber, der Verdächtige und seine Frau hätten sich mitten in einer Trennung befunden und am Montag vor Gericht erscheinen sollen. Vor der Tat am frühen Sonntagmorgen hätten sich die beiden noch einmal gestritten, sagte Brown. «Er hat seine Kinder getötet.»
Schüsse in zwei Häusern
Laut der Polizei fielen die ersten Schüsse in einem Haus südlich des Zentrums von Shreveport, wo eine Frau angeschossen wurde. Die Kinder seien in einem anderen Haus, einige Strassen entfernt, getötet worden, teilte die Polizei mit. Die acht Kinder - fünf Mädchen und drei Jungen - waren zwischen drei und elf Jahre alt.

Die Abgeordnete Tammy Phelps sagte, einige der Kinder hätten noch versucht, durch eine Hintertür zu entkommen. Ein Kind wurde tot auf dem Dach gefunden, eines schaffte es noch, vom Dach zu springen, und überlebte. Sie könne sich gar nicht vorstellen, welches Bild sich den Ersthelfern geboten habe, als sie zu dem Haus gekommen seien, sagte Phelps.
Mahnwache für Opfer

Anwohner legten vor dem Haus Blumen nieder. Vor einem nahe gelegenen Einkaufszentrum wurden bei einer Mahnwache für die Opfer Kerzen entzündet. «Da möchte man einfach seine Kinder in die Arme nehmen, sie festhalten und ihnen sagen, wie sehr man sie liebt», sagte Kimberlin Jackson, die an der Mahnwache teilnahm.

Der mutmassliche Täter sei bisher nie wegen häuslicher Gewalt aufgefallen, sagte Polizeisprecher Chris Bordelon. Auch sonst habe er kein umfassendes Vorstrafenregister gehabt. 2019 wurde gegen ihn eine Bewährungsstrafe verhängt, nachdem er die illegale Nutzung einer Feuerwaffe eingeräumt hatte. Laut dem Polizeibericht von damals sagte er aus, jemand habe ihn von einem Auto aus mit einer Waffe bedroht.
Überwachungskamera filmte Verdächtigen
Anwohnerin Liza Demming, die zwei Häuser von einem der Tatorte entfernt wohnt, sagte, dass ihre Überwachungskamera Aufnahmen vom flüchtenden Verdächtigen sowie das Geräusch von zwei Schüssen aufgezeichnet habe. «Das ist so ziemlich alles, was ich gesehen habe - wie er aus dem Haus rannte und die Autos wegfuhren», sagte sie. Demming ging später nach eigenen Angaben nach draussen und sah die abgedeckte Leiche eines Kindes auf dem Dach des Hauses.
Bei einer Pressekonferenz vor einem der Häuser, in denen die Schüsse fielen, rangen Behördenvertreter sichtlich um Fassung. «Ich weiss einfach nicht, was ich sagen soll, mein Herz ist bedrückt», sagte der Polizeichef von Shreveport, Wayne Smith. «Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, wie so etwas passieren konnte.»
Bestürzte Politiker
Bestürzt zeigte sich auch der Bürgermeister von Shreveport, einer Stadt mit rund 180'000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Nordwesten Louisianas. «Das ist eine tragische Situation - vielleicht die schlimmste tragische Situation, die wir je hatten», erklärte Tom Arceneaux. «Es ist ein schrecklicher Morgen.»

Louisianas Gouverneur Jeff Landry erklärte, er und seine Frau Sharon seien zutiefst erschüttert. «Wir sind den Strafverfolgungsbehörden und Ersthelfern sehr dankbar, die unermüdlich am Tatort arbeiten», teilte er mit.
Schlimmster Schusswaffenvorfall in den USA seit Januar 2024
Bei den Bluttaten in Shreveport handelte es sich um den opferreichsten Schusswaffenvorfall in den USA seit Januar 2024. Damals waren acht Menschen in einem Vorort von Chicago getötet worden, wie aus einer Datenbank der Nachrichtenagentur AP und der Tageszeitung «USA Today» hervorgeht, die in Zusammenarbeit mit der Northeastern University angelegt wurde.
Auch in Washington D.C. sorgten die Ereignisse in Shreveport für Entsetzen. Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, der aus Shreveport stammt und auch einen Teil des Nordwestens von Louisiana als Kongressabgeordneter vertritt, teilte mit: «Eine herzzerreissende Tragödie heute Morgen in Shreveport – acht Kinder wurden sinnlos getötet und mehrere weitere verletzt.» Sein Team sei mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden in Kontakt. «Wir schliessen die Opfer, ihre Familien und Angehörigen sowie unsere Gemeinde in Shreveport in dieser unglaublich schwierigen Zeit in unsere Gedanken und Gebete ein.» (dpa)
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