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Kongo will Burundier ausweisen - viele Tote

Bei Zusammenstössen zwischen kongolesischen Sicherheitskräften und Flüchtlingen aus dem Nachbarland Burundi sind nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zahlreiche Menschen getötet worden.
Fast 45'000 Burundier haben seit der Krise 2015 in ihrer Heimat im Kongo Zuflucht gefunden. Weil sie der Kongo nun zurückschicken will, kam es zu Zusammenstössen mit der Armee. Über 30 Menschen starben. (Archivbild)
Fast 45'000 Burundier haben seit der Krise 2015 in ihrer Heimat im Kongo Zuflucht gefunden. Weil sie der Kongo nun zurückschicken will, kam es zu Zusammenstössen mit der Armee. Über 30 Menschen starben. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/AP/JEROME DELAY)

Nach ersten Berichten habe es mehr als 30 Tote und über 100 Verletzte gegeben, teilte das UNHCR am Samstag in Genf mit. Demnach feuerten die Sicherheitskräfte in die Menge.

Nach Angaben der kongolesischen Armee protestierten die Flüchtlinge dagegen, nach Burundi zurückgeschickt zu werden. Armee und Polizei hätten in die Luft geschossen, als die Lage ausser Kontrolle geraten sei, sagte Armeesprecher Dieudonné Kasereka. Nach seinen Angaben wurden bei den Protesten sechs Angehörige der Sicherheitskräfte getötet.

Die Zusammenstösse ereigneten sich am Freitag in der Grenzstadt Kamaniola. Dort halten sich laut UNHCR etwa 2000 der fast 45'000 Burundier auf, die in der Demokratischen Republik Kongo Zuflucht gefunden haben. Insgesamt sind nach UNHCR-Zahlen seit 2015 mehr als 400'000 Menschen aus Burundi vor der Gewalt und Repression in ihrer Heimat in Nachbarländer geflohen.

Auslöser für die Krise in Burundi waren Proteste 2015 gegen die Wiederwahl von Präsident Pierre Nkurunziza, der das Land seit 2005 in dritter Amtszeit regiert. 2005 war in Burundi ein Bürgerkrieg zwischen der Hutu-Mehrheit und der Tutsi-Minderheit mit schätzungsweise 300'000 Toten zu Ende gegangen. (sda/dpa)

 
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