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Bolsonaros Sohn tritt bei Präsidentenwahl an

Flávio, Sohn des rechten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, will bei der Präsidentenwahl Staatschef Lula herausfordern. Bei der Nominierung war ein hochrangiger ausländischer Gast dabei.
Flávio Bolsonaro während einer Demonstration gegen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in São Paulo 1. März 2026. (Bild: AP)

Der rechte Politiker Flávio Bolsonaro ist in Brasilien von seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten gekürt worden. Der älteste Sohn des wegen eines versuchten Staatsstreichs zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilten Ex-Staatschefs Jair Bolsonaro wird bei den Wahlen im Oktober gegen den linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva antreten, der offiziell im August erneut als Kandidat gekürt werden soll.

Flávio Bolsonaro während einer Demonstration gegen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in São Paulo 1. März 2026. (Bild: AP)

Auf dem Parteitag des Partido Liberal (PL) in der Metropole São Paulo erhielt der Senator Flávio Bolsonaro die Unterstützung des ultraliberalen argentinischen Präsidenten Javier Milei. Als einer der prominentesten Vertreter der politischen Rechten in Lateinamerika reiste Milei eigens nach Brasilien, um bei der Nominierung dabei zu sein. Die Familie Bolsonaro unterhält zudem enge politische Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump.

Linke Arbeiterpartei will Lula bald offiziell nominieren

Laut der jüngsten Umfrage des Forschungsinstituts Datafolha liegt der linke Staatschef Lula derzeit in der Wählergunst vorn. Lula ist seit 2023 wieder Präsident. Zuvor hatte er das Amt zwischen 2003 und 2011 inne. Er gehört der Arbeiterpartei PT an.

Die Präsidentenwahl in der grössten Volkswirtschaft Lateinamerikas findet am 4. Oktober statt. Wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht, gibt es eine Stichwahl am 25. Oktober. (dpa)

 
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