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Proteste in Iran

Anhaltende Proteste gegen das Regime: Mindestens 35 Tote

Seit einigen Tagen gehen Menschen gegen Irans autoritäre Staatsführung auf die Strasse. Mindestens 1200 Personen wurden festgenommen.
Bereits Ende Dezember organisierten Menschen einen Protestmarsch in Teheran. (Bild: Keystone)
Ayatollah Ali Khamenei ist der Oberste Führer im Iran. (Bild: Epa)

Bei den seit Tagen anhaltenden Protesten im Iran sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 35 Menschen getötet worden. Mindestens 1200 Menschen seien festgenommen worden. Die Angaben stammen von der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency (HRANA). Demnach wurden 29 Demonstranten, vier Kinder und zwei Mitglieder der iranischen Sicherheitskräfte getötet.

Die Gruppe stützt sich für ihre Berichte auf ein Netzwerk von Aktivisten innerhalb des Irans und hatte in der Vergangenheit bei Unruhen genaue Informationen geliefert.

Bereits Ende Dezember organisierten Menschen einen Protestmarsch in Teheran. (Bild: Keystone)

Die halboffizielle Nachrichtenagentur Fars, die als eng mit der paramilitärischen Revolutionsgarde Irans verbunden gilt, berichtete am späten Montagabend, dass etwa 250 Polizisten und 45 Mitglieder der Freiwilligeneinheit Basidsch der paramilitärischen Revolutionsgarde bei den Demonstrationen verletzt worden seien.

Auslöser der Proteste war der Absturz der iranischen Landeswährung Rial gegenüber dem Dollar. Das treibt die Inflation und damit die Lebenshaltungskosten. Bei den Protesten sind auch Rufe gegen die theokratische Regierung des Irans laut geworden.

Ayatollah Ali Khamenei ist der Oberste Führer im Iran. (Bild: Epa)

Den Aktivisten zufolge gab es in den vergangenen Tagen in mindestens 88 Städten Protestkundgebungen. Demonstrationen wurden demnach landesweit aus 27 der 31 Provinzen gemeldet. Nachdem Sicherheitskräfte vor allem in ländlichen Gebieten gewaltsam dagegen vorgegangen waren, erreichten die Demonstrationen erneut auch Metropolen wie Teheran und Maschhad.

Laut HRANA haben sich Studierende den Protesten an landesweit mindestens 17 Universitäten angeschlossen. An der Hochschule in Birdschand, Hauptstadt der Provinz Süd-Chorasan, gab es am Montagabend gewaltsame Festnahmen auf dem Campus, wie die bekannte Hochschulzeitung Amir‑Kabir berichtete. (dpa)

 
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