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Schweizer Paar erlebt Explosion im Fairmont-Hotel in Dubai: «Der Schock sitzt tief»

Im Fairmont Hotel in Dubai ist es am Samstag zu einer Explosion gekommen. Ein Schweizer Paar, das im betroffenen Hotel übernachtete, berichtet, wie sie den Moment erlebt haben.
Scherben und Trümmer: Das Hotelzimmer des Paars nach der Explosion. (Bild: zvg)
So sah es direkt nach der Explosion aus – das Feuer sei mittlerweile gelöscht worden. (Bild: zvg)

Miriam und Martin waren gerade in ihrem Hotelzimmer und machten sich fürs Abendessen bereit. Miriam föhnte ihre Haare, Martin sass auf dem Bett. Dann hörten sie eine Detonation.

«Kurz darauf sind die Fenster zerbrochen und der Glastisch ist in alle Teile zersprungen.» Einzelne Splitter fliegen durchs Zimmer, der Schock sitzt tief. Die beiden packen kaum mehr als das Nötigste und verlassen das Zimmer, so schnell es geht, um in die Lobby zu gelangen.

Scherben und Trümmer: Das Hotelzimmer des Paars nach der Explosion. (Bild: zvg)

In der Lobby, sagen Miriam und Martin, habe sich das Hotelpersonal sofort um die Gäste gekümmert, Essen und Trinken organisiert, die Lage beruhigt. Gleichzeitig blieb die entscheidende Frage offen: Was war das überhaupt? «Das Hotel hat so viel informiert, wie sie konnten», sagt Martin. «Doch was es war, können wir zurzeit nur spekulieren.»

Drohne vermutet

Während die beiden in der Lobby standen, verbreiteten sich in sozialen Medien Videos, die den Moment der Explosion zeigen sollen. In einzelnen Medienberichten wird von einer Drohne geschrieben, andere Darstellungen sprechen von Trümmern nach Abfangaktionen.

Videos zeigen einzig, dass ein Gegenstand die Hotelfassade trifft und es danach zu einer Explosion kam. Eine offizielle Bestätigung, die das Ereignis eindeutig einordnet, liegt bislang nicht vor.

Die Behörden in Dubai sprechen von einem «Zwischenfall» in der Gegend, vier Personen seien verletzt und ins Spital gebracht worden – die Einsatzkräfte hätten die Situation rasch unter Kontrolle gebracht und den Ort gesichert.

Paar möchte zurück in die Schweiz

Martin sagt zu watson, dass sich die Lage vor dem Hotel schnell beruhigt habe und das Feuer sofort gelöscht wurde. Das Paar habe zudem ein neues Zimmer erhalten.

So sah es direkt nach der Explosion aus – das Feuer sei mittlerweile gelöscht worden. (Bild: zvg)

Laut dem Hotelpersonal seien nur «drei bis vier» Zimmer von der Detonation betroffen gewesen, ihres war eines davon.

Die beiden waren erst am Vortag angekommen und wollten ursprünglich bis Mittwoch bleiben. Das hat sich nun geändert: «Sobald man das Land verlassen kann, werden wir davon Gebrauch machen», sagt Martin. «Entspannte Ferien machen ist so nicht mehr möglich.»

Mehrere Raketen abgefangen

Seit den Angriffen Israels und der USA auf den Iran am Samstag ist die gesamte Region unter Spannung. Das emiratische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe seit Samstagmorgen eine Welle iranischer Raketen und Drohnen abgefangen.

Bereits am frühen Nachmittag setzte die Fluggesellschaft Emirates den Flugverkehr von und nach Dubai aus. Als Grund nannte Emirates die Schliessung verschiedener Lufträume in der Region.

Auch das Medienbüro Dubais teilte mit, der Betrieb an den beiden grossen Flughäfen der Metropole sei vorerst unterbrochen. Die Luftfahrtbehörde erklärte, der Luftraum sei als «Vorsichtsmassnahme» wegen der Sicherheitslage geschlossen worden. Am Dubai International Airport kam es zu massiven Verzögerungen – zahlreiche Reisende strandeten.

EDA: Keine Kenntnis von verletzten Schweizern

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) teilte CH Media am Samstag auf Anfrage mit, es habe derzeit keine Kenntnis von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen. Seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Nahen Osten habe die Helpline des EDA hunderte Anfragen beantwortet, die Kapazitäten seien aufgestockt worden.

Das EDA habe zudem Kenntnis von Schweizerinnen und Schweizern, die aufgrund der Einschränkungen im Luftverkehr aktuell nicht aus der Region ausreisen können. Das EDA und die Vertretungen vor Ort stünden mit den Personen, die sich gemeldet hätten, im Kontakt und unterstützten sie im Rahmen der Möglichkeiten.

Zurzeit befänden sich gemäss Travel Admin App 900 Schweizer Reisende in den Arabischen Emiraten, 170 in Katar, 180 im Oman und rund 100 in Israel.

Das EDA führe zudem keine organisierte Ausreise für Schweizer Staatsangehörige durch. Ausreisewillige sollen sich bei Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern über Möglichkeiten informieren und die Anweisungen lokaler Behörden beachten. In dringenden Fällen sei die Helpline des EDA rund um die Uhr erreichbar.

 
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