Ein Foto mit JFK, bettelnde Gegner und Werbung für eine 3. Amtszeit: So bizarr waren Donald Trumps KI-Posts
Kuriose KI-Bilder teilt der US-Präsident nicht erst seit gestern: Der US-Präsident inszenierte sich schon als Papst, Superman und als Jesus – mit letzterem verärgerte er sogar Teile seiner sonst leidenschaftlich loyalen christlichen Anhängerschaft.
Auf religiöse Motive verzichtete er dieses Mal zwar. Dafür legte Trump am Sonntag einen regelrechten KI-Marathon hin: Innerhalb von knapp sechs Stunden veröffentlichte er auf Truth Social rekordverdächtige 43 Bilder.
Den Auftakt machte eine KI-Montage, die CNN-Journalistin Kaitlan Collins als Trans-Persönlichkeit Dylan Mulvaney zeigt. Es war die Fortsetzung eines Witzes, den Trump am Vorabend bei einer Journalisten-Gala gemacht hatte – und der dort eher verpuffte. Er hatte Collins mit Mulvaney verglichen. Die Influencerin hatte 2023 mit einer Bud-Light-Werbung einen Boykott konservativer Kreise ausgelöst.
Der missglückte Bühnen-Gag war erst der Anfang. Es folgten KI-Fotos, die Trump gemeinsam mit dem ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy vor dem Weissen Haus zeigen. Dazu kamen Darstellungen bettelnder Late-Night-Moderatoren sowie ein Bild eines gigantischen Luftfilters, der als Mauer zwischen den USA und Kanada steht.

Trump beklagte sich in den vergangenen Tagen wiederholt über die schlechte Luftqualität aufgrund der Waldbrände in Kanada, die nun auch die USA belastet. Er warf dem Nachbarland vor, die Vereinigten Staaten zu «vergiften». Daraufhin drohte er dem nördlichen Nachbarn deshalb mit «hohen Zöllen».
Besonders viel Aufmerksamkeit widmete Trump dem Konflikt mit dem Iran. Zwar beschiessen sich beide Länder gerade nicht aktiv. Auf seinem Truth-Social-Profil präsentierte sich der Präsident dennoch auf einem Öltanker in der Strasse von Hormus – mal flankiert von US-Soldaten, mal mit iranischen Klerikern im Hintergrund. Die US-Flagge weht stolz, die iranische liegt am Boden. Darüber prangt der Satz: «Jetzt ist es unser Öltanker!» Dasselbe Motiv veröffentlichte Trump gleich mehrfach in leicht veränderten Varianten.
Hinzu kam ein KI-generiertes Filmplakat mit dem Titel «Angriff auf Kharg». Es zeigt Kampfjets, die Raketen auf die iranische Insel Kharg abwerfen – das wichtigste Drehkreuz für den iranischen Ölexport.
Das Weisse Haus legt nach
Auch ein weiteres Thema, das bei seinem Auftritt an der Journalisten-Gala kaum für Lacher sorgte, griff Trump erneut auf: seine immer wieder angedeutete dritte Amtszeit. In den sozialen Medien legte er nach – unter anderem mit einem KI-Bild, das ihn mit einer roten Kappe zeigt, auf der «Trump 2028» steht.

Den Schlusspunkt setzte der Präsident mit einem fiktiven Kinoplakat: Darauf rettet Trump den Gründervater George Washington am Mount Rushmore im letzten Moment vor dem Sturz über eine Klippe.
Was im Ausland wie ein digitaler Fiebertraum wirkt, sind sich Amerikanerinnen und Amerikaner mittlerweile gewohnt. Und wer nun glaubte, die offiziellen Kanäle des Weissen Hauses würden für etwas Nüchternheit sorgen, wurde kurz darauf eines Besseren belehrt: Das Weisse Haus veröffentlichte ein KI-Video im Stil der Comicserie «Rick and Morty». Darin fliehen Trump und Vizepräsident JD Vance vor Aliens in einem UFO. Darüber der Slogan: «Steig ein – die bisher beste Dimension.»
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