Cornell-Studierende protestieren gegen Umgang mit Vergewaltigungsfall
Anlass ist eine mutmassliche Gruppenvergewaltigung im Oktober 2024 in einem Haus der Studentenverbindung Chi Phi. In einem Speisesaal stellten die Demonstranten ein handgeschriebenes Schild mit der Aufschrift «Gerechtigkeit für Jane Doe» auf. Eine weitere Gruppe demonstrierte vor dem Gebäude mit Schildern, auf denen «Wir sind Jane Doe» zu lesen war. Der Sitzstreik sollte sieben Stunden dauern.

Die Organisatoren werfen der Universität vor, auf Meldungen über sexuelle Übergriffe zu langsam zu reagieren und zugleich ihren Ruf zu schützen. Sie fordern unter anderem eine Überarbeitung des Disziplinarverfahrens sowie den Ausschluss aller an dem mutmasslichen Übergriff Beteiligten oder den Entzug ihrer Abschlüsse. Die damalige Studentin, die unter dem Pseudonym Jane Doe auftritt, wirft sieben Studenten vor, sie im Oktober 2024 im Haus der Studentenverbindung Chi Phi sexuell missbraucht zu haben. Zuvor sei sie nach eigenen Angaben zum Konsum von Ketamin, Marihuana und Alkohol gedrängt worden und schliesslich völlig handlungsunfähig gewesen. Ein Mann habe andere per Nachricht zur Beteiligung aufgefordert, heisst es in einer im September.
Anwälte von zwei Beschuldigten bestreiten eine Beteiligung. Einige Männer erklärten bei einer universitären Anhörung, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen oder sie seien nicht beteiligt gewesen. Die Frau wandte sich im November 2024 an die Campuspolizei. Strafrechtliche Anklagen gab es zunächst nicht. Nach ihrer Klage hat die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates die Ermittlungen wieder aufgenommen. (dpa)
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