Eklat auf Wahlparty: Clan-Chef und Terror-Unterstützer feiern bei der Linken in Berlin
Der Wahlsieg der Berliner Linken wird von einem Eklat um ihre Wahlparty überschattet. In Neukölln tauchte am Abend Issa Remmo auf, Chef des Remmo-Clans. Später besuchte er auch die Landeswahlparty im Festsaal Kreuzberg. Erstmals fühle er sich von einer Partei in Deutschland unterstützt, sagte der Clan-Boss.
Die Linke ging auf Distanz. Remmo sei nicht eingeladen gewesen und später hinausgeschickt worden, hiess es seitens der Partei. Der Bezirksverband erklärte, es gebe weder politische noch persönliche Beziehungen zu ihm. Die Feier sei öffentlich zugänglich gewesen.
Brisant ist Remmos Rolle wegen seiner Familie: Angehörige wurden wegen des Diebstahls der 100-Kilo-Goldmünze aus dem Bode-Museum und des Juwelendiebstahls aus dem Grünen Gewölbe verurteilt. Remmo selbst ist nicht strafrechtlich verurteilt. 2020 ordnete das Landgericht Berlin jedoch die Einziehung der Villa an, in der Issa Remmo lebte, sowie eines weiteren Grundstücks. Formal gehörten die Immobilien seinem Sohn – nach Überzeugung des Gerichts stand hinter dem Kauf jedoch Issa Remmo selbst. Finanziert worden seien die Objekte mit Erlösen aus Straftaten.
Auf der Neuköllner Party war zudem der Anti-Israel-Aktivist Ibrahim Ibrahim. Er gilt laut dem Verein Democ als führender Unterstützer der PFLP, die von der EU als Terrororganisation gelistet wird.
Ibrahim trat ferner für das vom deutschen Verfassungsschutz als extremistisch eingestufte Vereinigte Palästinensische Nationalkomitee auf. Er bezeichnete Hamas-Chef Jahja Sinwar nach dem 7. Oktober als «Märtyrerhelden». Ein Foto zeigt ihn auf der Party neben dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak.
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