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Buckelwal schwimmt wieder – Überlebenschance weiterhin unklar

Seit Tagen hält sich ein Buckelwal nahe der deutschen Ostseeküste auf. Helfer wollten das Tier dazu bringen, in tieferes Wasser zu schwimmen. Nun gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer.
Inzwischen schwimmt der Wal wieder. (Bild: Keystone)
Immer in der Nähe des Wals: Helfer und Helferinnen. (Bild: Keystone)

Der Buckelwal vor der Ostseeküste hat sich am Abend nach Angaben des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern bewegt. Es sei allerdings noch nicht klar, in welche Richtung er schwimme, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Umweltorganisation Greenpeace zufolge schwamm das Tier zunächst Richtung Hafen. Der Rettungseinsatz war am Abend noch nicht beendet.

Inzwischen schwimmt der Wal wieder. (Bild: Keystone)

Der Wal liegt seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser und wird von Schaulustigen abgeschirmt.

Wal wirkte agiler als zuvor

Am Nachmittag hatten Wissenschaftler, Umweltschützer und der Umweltminister des Landes, Till Backhaus (SPD), bereits versucht, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Das Tier habe auf die Annäherung des Boots reagiert, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Auch habe das Tier agiler als zuvor gewirkt.

Nach der Aktion am Nachmittag hatte unter anderem das Ministerium mitgeteilt: «Da wir in den nächsten Stunden mit weiter steigendem Wasserstand rechnen können, verbessert sich die Möglichkeit für den Wal, aus eigenem Antrieb seine Liegeposition zu verlassen.»

Immer in der Nähe des Wals: Helfer und Helferinnen. (Bild: Keystone)

Der Buckelwal war zunächst in der Nacht zum 23. März auf einer Sandbank in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand gestrandet. In der Nacht zum Freitag gelang es dem Wal, das flache Wasser zu verlassen, nachdem Helfer eine Rinne ausgehoben hatten. Am Samstag wurde er dann vor Wismar in flachem Wasser gesichtet.

Laut Umweltministerium ist der Wal seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs. Laut der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd hatte sich das Tier in einem Stellnetz verfangen. (dpa)

 
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