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WEF-Präsident schrieb Epstein in SMS: «Ein Riesenspass»

Der norwegische WEF-Chef Børge Brende pflegte intensiven Kontakt mit Jeffrey Epstein. Mittlerweile bedauert er das.
WEF-Chef Børge Brende hat Jeffrey Epstein mehrfach getroffen. (Bild: Keystone)

Die Epstein-Files ziehen weitere Kreise. Die am Freitag neu veröffentlichten Akten zeigen: Der heutige WEF-Präsident Børge Brende hatte in den Jahren 2018 und 2019 mehrfach Kontakt mit dem verurteilten Sexualstraftäter.

Das berichtet das norwegische Wirtschaftsmedium «E24». Mindestens drei Treffen zwischen Brende und Epstein lassen sich nachweisen, darunter zwei Abendessen. Bei einem davon war auch das US-amerikanische Altright-Mastermind Steve Bannon mit dabei.

Im Juni 2019 sendete Epstein Brende per Mail ein Foto einer Frau. Brende antwortet: «Ich hatte Recht, nicht wahr? Ein Riesenspass.»

Ex-Aussenminister ist zerknirscht

Mittlerweile bedauert Brende, Umgang mit Epstein gepflegt zu haben. «Ich wusste nichts von seinen kriminellen Machenschaften und seiner Vergangenheit. Hätte ich davon gewusst, hätte ich ihn natürlich nie getroffen», sagt Brende.

Der 60-jährige ehemalige Aussenminister Norwegens gibt sich zerknirscht: «Ich hätte Epsteins Vergangenheit genauer untersuchen müssen, und ich bedauere, dass ich es nicht getan habe». Er bezeichnet Epstein als «Monster».

Seit 2017 präsidiert Brende das jährlich stattfindende WEF. Wie die NZZ am Sonntag berichtet, hat Brende dafür zuletzt 1,9 Millionen Dollar erhalten. (her, watson)

 
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