«Legt die Waffen nieder oder erwartet den sicheren Tod»: So begründet Donald Trump den Militärschlag gegen den Iran
In der Nacht auf Samstag erschütterten Explosionen mehrere iranische Städte. Während aus Teheran zunächst keine offizielle Stellungnahme zur militärischen Lage erfolgte, meldeten staatliche Medien, dass Präsident Massud Peseschkian am Leben und «wohlauf» sei. Unabhängige Angaben über das Ausmass der Schäden oder mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor. Aus Washington hiess es, die Operation sei seit Monaten vorbereitet worden. Der Zeitpunkt des Beginns sei bereits vor Wochen festgelegt worden.
US-Präsident Donald Trump wandte sich kurz nach Beginn der Angriffe, die Israel «Brüllen des Löwen» nennt, in einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit. «Vor kurzer Zeit haben die Vereinigten Staaten eine grosse Militäraktion im Iran gestartet», erklärte er. Ziel sei es, «das amerikanische Volk zu verteidigen, indem unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime beseitigt werden. Trump bezeichnete das iranische Regime als «eine bösartige Gruppe sehr harter, schrecklicher Menschen», deren Aktivitäten «die Vereinigten Staaten, unsere Truppen, unsere Stützpunkte im Ausland und unsere Verbündeten in aller Welt unmittelbar gefährden».
Trump ist bereit, amerikanische Opfer in Kauf zu nehmen
Trump zeichnete in seiner Ansprache das Bild einer jahrzehntelangen Konfrontation. Seit 47 Jahren habe Teheran «Tod für Amerika» skandiert und eine «Kampagne des Blutvergiessens und des Massenmords» geführt. Er erinnerte an die Geiselnahme in der US-Botschaft 1979, an den Anschlag auf die Marinekasernen 1983 in Beirut sowie an die Attacke auf die USS Cole im Jahr 2000. Iranische Kräfte hätten im Irak «Hunderte amerikanische Soldaten» getötet oder verwundet. Zudem unterstütze Teheran Milizen vom Libanon bis in den Jemen. Mit Blick auf den 7. Oktober sagte Trump: «Es war Irans Stellvertreter, die Hamas, die die monströsen Angriffe vom 7. Oktober auf Israel gestartet hat.»
Im Zentrum seiner Argumentation stand erneut das Atomprogramm der Islamischen Republik, das schon seit vielen Jahren als die grösste Sorge der Amerikaner gilt. «Dieses Terrorregime darf niemals eine Atomwaffe besitzen. Ich sage es noch einmal: Sie werden niemals eine Atomwaffe haben.»

Er verwies auf eine frühere Operation mit dem Namen «Operation Mitternachtshammer», bei der Anlagen in Fordow, Natanz und Isfahan «ausgelöscht» worden seien. Dennoch habe der Iran versucht, sein Programm wiederaufzubauen und Langstreckenraketen zu entwickeln, die «bald das amerikanische Heimatland erreichen könnten». Deshalb habe das US-Militär nun eine «massive und andauernde Operation» begonnen, um diese Bedrohung zu beseitigen.
Trump kündigte an, man werde «ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen» sowie «ihre Marine vernichten». Die vom Iran unterstützten Stellvertretermilizen sollten nicht länger in der Lage sein, die Region zu destabilisieren. Zugleich räumte er mögliche amerikanische Verluste ein: «Das Leben mutiger amerikanischer Helden könnte verloren gehen, und wir könnten Verluste erleiden. Das geschieht oft im Krieg.» Es handle sich jedoch um eine «edle Mission» für die Sicherheit künftiger Generationen.
Die Stunde der Freiheit sei nun gekommen
In ungewöhnlich direkter Form wandte sich der Präsident auch an Angehörige der iranischen Sicherheitskräfte: «Ihr müsst eure Waffen niederlegen und erhaltet vollständige Immunität, oder aber ihr erwartet den sicheren Tod.» Der Bevölkerung rief er zu: «Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen. (...) Das ist vermutlich die einzige Chance für mehrere Generationen». Zugleich warnte er vor den laufenden Angriffen: «Sucht Schutz. Verlasst euer Zuhause nicht. Es ist sehr gefährlich draussen. Bomben werden überall einschlagen.» Wenn die Operation beendet sei, könnten die Iraner «ihre Regierung übernehmen». «Jetzt ist die Zeit gekommen, euer Schicksal selbst in die Hand zu nehmen», sagte Trump. «Das ist der Moment zum Handeln. Lasst ihn nicht verstreichen.»
Die weiteren Entwicklungen in der Region wird der US-Präsident gemäss Berichten der US-Medien in seinem Privatclub Mar-a-Lago in Flordia beobachten. Bilder vom Freitagabend zeigen, wie Trump dort ankam.
Trumps Statement in voller Länge:
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