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Alles andere als FCV ? USV I wäre eine Cup-Sensation

Bleibt eine Sensation aus, bestreiten Vaduz und der USV das Finale des FL1-Aktiv-Cups. Vaduz muss dies heute im Halbfinale gegen Balzers bestätigen, in Eschen/Mauren steht das doppelte Heimspiel an: USV I gegen USV II.

VON HANS PETER PUTZI

Fussball. – Heute ermitteln die vier im FL1-Aktiv-Cup verbliebenen Teams an den Halbfinals die beiden Finalisten. Das Eschner Fanionteam trifft im Sportpark um 19 Uhr auf die eigenen Reserven, der FC Balzers empfängt auf der Rheinau um 20 Uhr den grossen Favoriten FC Vaduz.

Ein Blick auf beiden Partien lässt die Finalbegegnung auch für Nicht-Fussball-Experten ohne hellseherische Fähigkeiten erahnen, wer zum Finalspiel am Auffahrts-Donnerstag, 13. Mai, im Vaduzer Rheinpark einlaufen wird.

Unterschätzen kaum zu verhindern


An der Motivation dürfte es den Eschner Reserven gegen das eigene Fanionteam zwar nicht fehlen. Man stelle sich vor, was in ihrer Garderobe abgehen würde, würden die Hobbykicker aus dem Tabellenkeller der 4. Liga ihre 1. Liga-Kollegen besiegen.
Ein Unterschätzen der eigenen Reserven wird Uwe Wegmann, Trainer des Fanionteams, zwar kaum verhindern können.

Die Tempodifferenz von vier Ligen und die höhere Klasse der Einzelspieler sollten den Sieg des Fanionteams aber selbst bei einer krassen Unterschätzung der Vereinskollegen sichern. «Auch dieses Spiel muss aber zuerst gespielt werden», meint Wegmann dazu. Nicht dabei sein werden beim 1. Liga-Team neben Raphael Rohrer auch Christoph Biedermann (abwesend) und wahrscheinlich auch der angeschlagene Ronny Büchel. «Vielleicht erhält zudem der eine oder andere Akteur, der in den letzten Wochen nicht so oft zum Einsatz kam, eine Einsatzchance», schaut Wegmann aufs heutige Spiel.

Wobei: Mit dem Sieg gegen den FC Schaan aus der 2. Liga regional haben die Eschner Reserven schon im Viertelfinale für einen Knalleffekt gesorgt. Und die Mannen von Trainer Peter Vonbrül hätten die Gewissheit, bei einem Sieg auch selbst im Rheinpark das Finale zu bestreiten, dürften doch höchstens zwei Spieler des 1. Liga-Stammkaders in der zweiten Mannschaft auflaufen. Vonbrül kann auf alle Stammspieler zählen, «trotzdem wirds extrem schwierig für uns, unser Fanionteam spielt 300 km/h zu schnell für eine 4. Liga-Truppe», lacht der Österreicher.

Während sich die Reservespieler extrem freuen auf das Duell mit den Klubkollegen, sieht Vonbrül dem Spiel mit gemischten Gefühlen entgegen. «Ich hoffe, es verletzt sich kein Spieler aus der 1. Mannschaft ernsthaft im Zweikampf mit einem Vereinskollegen aus der 4. Liga.»

Cup-Krösus Vaduz


Als klarer Favorit steigt der FC Vaduz ins Spiel gegen Balzers. Auch wenn die Vaduzer in den letzten Wochen nicht mehr an die Leistungen vor Jahreswechsel anknüpfen konnten, wäre ein Sieg der Balzner eine Sensation. Seit 1998 gewannen die Residenzler ohne Unterbruch jedes Cupfinale und die Zeichen deuten nicht daraufhin, dass diese Serie bereits im Halbfinale unterbrochen wird. Daran ändert selbst der letzte miserable Auftritt des Challenge-League-Teams in Kriens nichts.

«Wir bleiben krasser Aussenseiter, der Klassenunterschied ist zu deutlich», weiss auch Balzers-Trainer Michael Nushöhr. Umso mehr die Balzner auf mehrere wichtige Spieler verzichten müssen: Martin Wille, Manuel Ritter und Raphael Tinner sind alle verletzt, Franz-Josef Vogt und Argzon Aliu sind unabkömmlich. Nushöhr hofft, so lange wie möglich ein «erträgliches» Resultat halten zu können, «und vielleicht gelingt uns ja mit einem Konter auch noch ein Tor.» Das Hauptaugenmerk legt der Deutsche auf die Meisterschaft, «für unsere jungen Spieler sind Partien gegen Profiteams jedoch wertvoll für das Sammeln neuer Erfahrungen.»

Bei Vaduz fehlen die Langzeitverletzten Emil Noll, Damian Bellon und Quirin Löppert. Nicht dabei sein dürfte auch Marco Ritzberger, der dem Spiel gegen Kriens am letzten Donnerstag aus eigenen Stücken fernblieb. Offen ist der Einsatz von Martin Büchel, der sich in Kriens verletzte.

 

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