«Entdeckung einer Landschaft» – Die Filmpremiere heute im Skino

Der neue Film von Daniel Schierscher und Michael Fasel ab 4. März im Kino: Nutzung – Erhaltung – Gestaltung; ein Film über Mensch und Natur in Liechtenstein.

Die liechtensteinische Landschaft wird heute fast auf der ganzen Fläche vom Menschen genutzt oder beeinflusst. In seiner grundsätzlichen Ausrichtung zeigt der Film die verschiedenen Lebensräume von den alpinen Bergspitzen über die Waldzonen bis hinunter zum Rheinbett in der Talebene. Zu sehen ist die liechtensteinische Umwelt mit Tieren und Pflanzen und die Nutzung der Natur durch den Menschen. Innerhalb dieser Bereiche finden sich weitere Themen wie Landschaftswandel, Land- und Alpwirtschaft, Geologie, Gewässer- und Waldnutzung.

Wie ändern sich Landschaften, wenn der Mensch sie für seine Bedürfnisse nutzt? Schwerpunkte des Films sind die Nutzung nachwachsender Rohstoffe, der Einsatz von Bioenergie und dadurch ausgelöste Nutzungskonflikte um begrenzt verfügbare landwirtschaftliche Flächen.

Was leistet die Landschaft?
Die Natur erbringt vielfältige Leistungen für den Menschen, die durch technische Systeme nur mit erheblichem Aufwand und zu extrem hohen Kosten ersetzt werden könnten. Einige Beispiele: Unser Trinkwasser ist deswegen so sauber, weil durch den Boden die meisten Schadstoffe herausgefiltert werden. Der Landwirt nutzt die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens, um weniger Dünger einsetzen zu müssen. Für Leistungen wie zum Beispiel die Bestäubung der Kulturpflanzen durch Insekten gibt es überhaupt keinen technischen Ersatz. Der Film beleuchtet unter dem Aspekt «Nutzen» das Alpenrheintal mit besonderer Berücksichtigung der Landschaft Liechtensteins.

Filmischer Abriss
Liechtenstein wird aus der Vogelperspektive gezeigt, wie es im Rheintal zwischen Calanda und Bodensee sowie zwischen den westlich gelegenen Schweizer Bergen der Westalpen und den östlich anschliessenden Ostalpen eingebettet ist. Der Rhein durchzieht das Rheintal als zentrale Lebensader und floss vor der letzten Eiszeit von der Sarganser Ebene aus dem heutigen Walensee zu. Ungefähr bei Schaan und Vaduz liegt die klimatische Grenze zwischen dem feuchten ozeanischen und dem trockeneren kontinentalen Einfluss. Diese Tatsache sowie der Einfluss des wärmenden Föhns unterstützen zusammen mit der geologischen und landschaftlichen Vielfalt auch die natürliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

Natur, Pflanzen, Tiere
Liechtensteins Artenvielfalt ist im Vergleich zu den angrenzenden Regionen ausserordentlich hoch. Diese hohe Biodiversität ist begründet durch eine hohe Vielfalt an verschiedenen geologischen Elementen auf kleinem Raum. Die unterschiedliche Beschaffenheit dieser geologischen Elemente schafft unterschiedliche Erosionsformen, wodurch auf kleinem Raum verschiedene Reliefs gebildet werden. Darin entstehen unterschiedliche Lebensraumtypen mit verschiedenen Lebensbedingungen, die für spezialisierte Pflanzen und Tierarten in grosser Zahl die geeigneten Biotope bilden.

Zahlreiche Magerwiesen in den montanen und subalpinen Lagen werden heute staatlich gefördert und weisen eine ausserordentliche Vielfalt an Pflanzen und Kleintieren auf. Aus über 60 naturkundlichen Forschungsarbeiten der letzten 35 Jahre ist dieser natürliche Schatz bekannt und die Erhaltungs- und Pflegearbeiten sind festgelegt. Auch hier gibt es verschiedene Arten, die in der weiteren Region nur noch an dieser Stelle zu finden sind.

In grosser Zahl besiedeln Hirsch, Gams und Reh das Land. Rund 120 Steinböcke leben zur Zeit im Gebiet Falknis bis Naafkopf auf Graubündner und Liechtensteiner Seite. Die Jagd auf diese sowie weitere jagdbare Arten hat in Liechtenstein grosse Tradition. (pd)

04. Mär 2020 / 06:00
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