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Plötzlich tauchen unbekannte Drohnen über Schweizer Militäranlage auf

Unbekannte Drohnen in Formation haben eine Schweizer Militäranlage überflogen, wie der Armeechef Benedikt Roos sagt. Die Politik zeigt sich besorgt.
Der Hintergrund des Vorfalls ist unklar. (Bild: Symbolbild: Keystone)
Armeechef Benedikt Roos: «Das ist kein Lausbubenstreich mehr.» (Bild: Keystone)
SP-Ständerätin Franziska Roth will die Armee bei der Drohnenabwehr stärken. (Bild: Keystone)

Drohnen in Formation haben nach Aussage des Chefs der Armee eine Schweizer Militäranlage überflogen. Der Hintergrund des Vorfalls ist unklar. Zuerst berichtete das Schweizer Fernsehen SRF darüber.

Der Hintergrund des Vorfalls ist unklar. (Bild: Symbolbild: Keystone)

Die SRF-«Tagesschau» zeigte am Mittwochabend Aufnahmen eines Auftritts von Armeechef Benedikt Roos in der Kaserne Bern vom Wochenende.

«Der Betreiber sagt mir, es habe Drohnenüberflüge bei ihnen gegeben. Und nicht eine Drohne, sondern mehrere Drohnen in Formation», erklärte Roos in dem Video. Das sei kein Lausbubenstreich mehr: «Da braucht es schon ein bisschen Know-how, dass man Formationen von Drohnen über kritische Infrastruktur schicken kann.»

Armeechef Benedikt Roos: «Das ist kein Lausbubenstreich mehr.» (Bild: Keystone)

«Muss man ernst nehmen»

Sicherheitspolitiker und Sicherheitspolitikerinnen zeigen sich auf Anfrage des SRF besorgt: «Das muss man unbedingt ernst nehmen, das war eine konzertierte Aktion, wie wir sie schon in vielen anderen Ländern auch hatten», sagt etwa Mitte-Ständerätin Andrea Gmür. Der hybride Krieg sei längst im Gange und «dessen war man sich bei uns bis heute offenbar noch nicht bewusst».

SP-Ständerätin Franziska Roth sieht das genauso: «Die Armee muss dringend bei der Drohnenabwehr aufrüsten», sagt sie in der «Tagesschau». Sie sei der Meinung, dass Gelder dorthin fliessen müssten, wo die Bedrohungslage am grössten ist, «und das ist nachweislich eben bei Drohnen».

SP-Ständerätin Franziska Roth will die Armee bei der Drohnenabwehr stärken. (Bild: Keystone)

Vieles bleibt unklar

Zur Frage, wo genau sich die Drohnensichtung ereignete, äusserte sich die Armee gegenüber SRF nicht. Als Grund machte sie Sicherheitsüberlegungen geltend. Unklar blieb auch der genaue Zeitpunkt und ob die Drohnenpiloten gefunden wurden. Gemäss der Armee werden Drohnensichtungen nun systematisch erfasst. Zudem wird abgeklärt, ob eine Flugverbotszone über die betroffene Anlage verhängt wird. (ome/watson)

 
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