Plötzlich tauchen unbekannte Drohnen über Schweizer Militäranlage auf
Drohnen in Formation haben nach Aussage des Chefs der Armee eine Schweizer Militäranlage überflogen. Der Hintergrund des Vorfalls ist unklar. Zuerst berichtete das Schweizer Fernsehen SRF darüber.

Die SRF-«Tagesschau» zeigte am Mittwochabend Aufnahmen eines Auftritts von Armeechef Benedikt Roos in der Kaserne Bern vom Wochenende.
«Der Betreiber sagt mir, es habe Drohnenüberflüge bei ihnen gegeben. Und nicht eine Drohne, sondern mehrere Drohnen in Formation», erklärte Roos in dem Video. Das sei kein Lausbubenstreich mehr: «Da braucht es schon ein bisschen Know-how, dass man Formationen von Drohnen über kritische Infrastruktur schicken kann.»

«Muss man ernst nehmen»
Sicherheitspolitiker und Sicherheitspolitikerinnen zeigen sich auf Anfrage des SRF besorgt: «Das muss man unbedingt ernst nehmen, das war eine konzertierte Aktion, wie wir sie schon in vielen anderen Ländern auch hatten», sagt etwa Mitte-Ständerätin Andrea Gmür. Der hybride Krieg sei längst im Gange und «dessen war man sich bei uns bis heute offenbar noch nicht bewusst».
SP-Ständerätin Franziska Roth sieht das genauso: «Die Armee muss dringend bei der Drohnenabwehr aufrüsten», sagt sie in der «Tagesschau». Sie sei der Meinung, dass Gelder dorthin fliessen müssten, wo die Bedrohungslage am grössten ist, «und das ist nachweislich eben bei Drohnen».

Vieles bleibt unklar
Zur Frage, wo genau sich die Drohnensichtung ereignete, äusserte sich die Armee gegenüber SRF nicht. Als Grund machte sie Sicherheitsüberlegungen geltend. Unklar blieb auch der genaue Zeitpunkt und ob die Drohnenpiloten gefunden wurden. Gemäss der Armee werden Drohnensichtungen nun systematisch erfasst. Zudem wird abgeklärt, ob eine Flugverbotszone über die betroffene Anlage verhängt wird. (ome/watson)
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben







Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.