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Drohen bald einschneidende Sparmassnahmen bei Benzin und Diesel?

Schon nächsten Monat könnte sich in der Schweiz eine Treibstoffknappheit bemerkbar machen. Als mögliche Notmassnahme stehen tiefere Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen im Raum. Doch über deren Nutzen gehen die Meinungen auseinander.
Temporeduktion wird als Massnahme diskutiert, um der Treibstoffknappheit entgegen zu wirken. (Bild: Severin Bigler)

Der Benzinfluss könnte bald ins Stocken geraten. Wie Tele M1 berichtet, könnte sich bereits nächsten Monat eine Knappheit bei Treibstoffen bemerkbar machen. Als mögliche Notmassnahme stehen Temporeduktionen zur Diskussion, etwa 80 km/h auf der Autobahn. Doch wie der Bericht von Tele M1 zeigt, gehen die Meinungen dazu auseinander.

Stefan Huwyler, Präsident der Verkehrskonferenz Aargau und Grossrat, hält wenig von solchen Massnahmen: «Der effektive Nutzen ist sehr eingeschränkt.» Damit lasse sich nur wenig Treibstoff sparen. Wirksamer wäre es aus seiner Sicht, Massnahmen zur Stauprävention.

Für Martin Winder, Bereichsleiter Verkehrspolitik beim VCS, zeigt die Diskussion vor allem die negativen Folgen der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Seine Forderung ist klar: «eine Verkehrspolitik, die möglichst vielen Menschen eine Mobilität ohne Auto ermöglicht.» Dazu gehörten ein besser ausgebauter öffentlicher Verkehr sowie eine gute und sichere Veloinfrastruktur.

Auch an der Zapfsäule sind die Ansichten geteilt. Drei befragte Personen bewerten die mögliche Temporeduktion unterschiedlich: Während die einen eine solche Massnahme für sinnvoll halten, sehen andere darin kaum einen Nutzen oder lehnen sie ab. «80 km/h auf der Autobahn fände ich nicht gut. Ich habe das Gefühl, dass es dann mehr Staumeldungen gäbe», sagt eine befragte Person. Gleichzeitig zeigt sich bei einigen auch die Bereitschaft, öfter auf das Auto zu verzichten und auf Alternativen umzusteigen: «Das Velo wieder herausholen, zu Fuss gehen – das ist sicher etwas Gutes.»

Ob der Bund die Notvorräte freigibt, ist derzeit noch unklar. Solche Reserven können eingesetzt werden, sobald die Versorgungslage kritisch wird. Zuletzt war das 2022 infolge des Ukrainekriegs nötig. (juk)

 
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