Meloni äussert sich zu Schüssen – internationale Medien berichten von «Manhunt»
Die Schiesserei bei einem Techno-Rave auf der Pferderennbahn im Aarauer Schachen mit einem Todesopfer und fünf teils schwer verletzten Personen hat ein grosses internationales Medienecho ausgelöst.
Sämtliche wichtigen internationalen Nachrichtenagenturen wie Reuters, Associated Press, DPA und Agence France-Presse (AFP) berichteten darüber, teilweise mit eigenen Korrespondentinnen und Korrespondenten vor Ort. Deren Berichterstattung fand den Weg in Online-Medien um den ganzen Globus: vom «Guardian» aus London über den «Boston Globe» und die «South China Morning Post» bis hin zu «Al-Jazeera».
Tote Staatsangehörige bewegt Italien
Die Schlagzeilen zum «Shooting» oder der «Fusillade» in Aarau waren im Laufe des Sonntags davon geprägt, dass sich die Täterschaft weiterhin auf der Flucht befindet. Der US-Nachrichtensender CNN etwa berichtete von der «Manhunt», also der Jagd nach der Täterschaft.
Überdurchschnittlich gross waren das Interesse und die Medienberichterstattung in Italien – auch deshalb, weil es sich beim 22-jährigen Todesopfer um eine in der Schweiz wohnhafte italienische Staatsangehörige handelt. Am Sonntagnachmittag standen die Schüsse am Rave in Aarau auf allen wichtigen italienischen Newsportalen an erster Stelle.
Bundesrat Ignazio Cassis hatte sich am Sonntag telefonisch mit seinem Amtskollegen, dem italienischen Aussenminister Antonio Tajani, in Verbindung gesetzt. Wie das italienische Aussenministerium vermeldete, habe Cassis der italienischen Regierung im Namen der Schweiz sein Beileid zum Tod der jungen Italienerin ausgesprochen. Tajani wiederum habe sich für diese «Geste der Solidarität und Freundschaft der Schweiz» bedankt und Italiens Hilfe bei der Fahndung angeboten.
Meloni erhofft sich «vollständige Aufklärung»
Auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äusserte sich am Sonntag zum Vorfall: Sie drückte ihr «tiefes Beileid» über den Tod der jungen Italienerin aus, die bei der «tragischen Schiesserei» in Aarau ihr Leben verloren hat. Ihre Gedanken seien auch bei den anderen Verletzten sowie bei allen Menschen, die von dem dramatischen Ereignis betroffen seien, sagte die Regierungschefin weiter.
Die italienische Regierung verfolge die Entwicklungen aufmerksam, erklärte Meloni. Sie vertraue auf die Arbeit der Schweizer Behörden, «um die Geschehnisse vollständig aufzuklären und die Verantwortlichen zu ermitteln».
Ebenfalls sehr gross war die Aufmerksamkeit in deutschen Medien. Einerseits aufgrund der geografischen Nähe (vom Tatort bis zur Landesgrenze sind es weniger als 20 Kilometer), andererseits weil mit dem Polizeipräsidium in Freiburg im Breisgau auch eine deutsche Sicherheitsbehörde an der Fahndung beteiligt ist.
Sämtliche überregionalen Medien wie «Bild», «Welt», «Süddeutsche Zeitung» oder die F.A.Z. berichteten über die Schiesserei, teilweise reisten ihre Mitarbeitenden dafür nach Aarau. Auch in der «Tagesschau» der ARD lief ein Beitrag zur Schiesserei.
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