Paukenschlag in Zürich: Nächste prominente Absage bei der SVP
Im Bundesratsrennen um den frei werdenden Sitz von Wirtschaftsminister Guy Parmelin lichten sich die Reihen. Nachdem bereits mehrere aussichtsreiche Kandidatinnen und Kandidaten ihren Verzicht erklärt hatten, sagt nun mit Natalie Rickli eine weitere Favoritin ab. Die Zürcher Gesundheitsdirektorin begründete ihren Entscheid in einem Interview mit der «NZZ»: «Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich die Verantwortung im Kanton Zürich weiterhin tragen möchte.»

Nächsten Frühling komme es zu einem grossen Wechsel innerhalb der Kantonsregierung, nur drei von sieben Regierungsräten treten wieder an. «Es wären zu wenige, wenn es nur noch zwei wären. Vor allem aber bin ich die einzige bürgerliche Regierungsrätin, die wieder antritt.» Es sei ein Vernunftsentscheid.
Rickli gibt Wahlempfehlung ab
Als sich vergangenen Freitag gegenüber «24 Heures» der Waadtländer Nationalrat Yvan Pahud aus dem Rennen nahm, empfahl er gleichzeitig seine Genfer Fraktionskollegin Céline Amaudruz fürs SVP-Ticket - nach wie vor die einzige offizielle Kandidatur für den Posten in der Landesregierung. Dieses Musters bedient sich auch Rickli: Sie hofft auf den Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati: «Er ist ebenfalls Gesundheitsdirektor und hat aufgrund der Corona-Pandemie Krisenerfahrung.»
Ein Romand empfiehlt eine Romande, eine Deutschschweizerin einen Deutschschweizer: Die Frage der Sprachregion scheint innerhalb der SVP derzeit höhere Wellen zu schlagen als jene des Geschlechts. Prominente Frauenkandidaturen sind nach dem Rückzug von Rickli, aber davor auch schon Magdalena Martullo-Blocher, Martina Bircher und Esther Friedli zumindest nicht in Sicht.
Mehr dazu im Beitrag von Tele M1:
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