UKW kommt zurück: SRG-Sender sind ab Mitte November wieder analog hörbar
Ende 2024 stellte die SRG den UKW-Betrieb ein. Nun sind die Radiosender bald wieder analog zu hören. Wie die SRG mitteilt, werden erste Sendestandorte Mitte Monat wieder in Betrieb genommen. Rund 80 Prozent der Bevölkerung sollen dann auch ohne DAB-Radio die SRG-Sender wieder empfangen können.
Hintergrund ist ein Entscheid des Parlaments. Ende vergangenen Jahres beschlossen National- und Ständerat, UKW nicht wie geplant Ende 2026 endgültig den Stecker zu ziehen, sondern die Umstellung auf eine rein digitale Verbreitung erneut zu verschieben.
Die SRG hatte nach dem frühzeitigen UKW-Aus massiv Hörerinnen und Hörer verloren. Private fürchteten, dass es ihnen ähnlich ergehen würde. Radiopionier Roger Schawinski setzte sich zuvorderst gegen die Abschaltung ein.
UKW-Comeback kostet 6,5 Millionen Franken
Den Parlamentsentscheid habe die SRG als Auftrag verstanden, lässt sich SRG-Direktorin Susanne Wille in einer Mitteilung zitieren. «Wir haben deshalb rasch gehandelt und senden unsere Programme in allen Sprachregionen ergänzend zu den digitalen Kanälen auch wieder über UKW.» Die SRG bezeichnet die UKW-Technologie als «Brücke, damit das Radiopublikum mehr Zeit erhält, um auf digitale Empfangswege umzustellen».
Die Wiederaufnahme eines Teils des UKW-Betriebs kostet die SRG laut eigenen Angaben jährlich 6,5 Millionen Franken. Das öffentlich-rechtliche Medienhaus verweist darauf, dass man diese Zusatzkosten mit dem vom Bundesrat verordneten Sparprogramm vereinbaren müsse. Ab 2027 plant die SRG jährlich 80 Millionen Franken einzusparen, unter anderem mit einem grossen Stellenabbau. Die UKW-Vollabdeckung hatte in der Vergangenheit rund 15 Millionen Franken pro Jahr gekostet.
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