­
­
­
­

Schüsse auf Zivilisten in Sarajevo? – Trump-Lob von Ex-ETH-Rektor und lukrativer Raps

Machten Schweizer Jagd auf Zivilisten in Sarajevo? Raps-Bauern verdienen mehr als Milchbauern und Ex-ETH-Rektor lobt Trumps Umweltpolitik. Diese Themen stehen in der Sonntagspresse.
Gab es in Sarajevo systematische Menschenjagd? Die Bundesanwaltschaft erhält Hinweise. (Bild: AP Photo)
Wer Raps anbaut verdient mehr, sagt eine Studie der FHNW. (Bild: Bruno Kissling)
Lino Guzzella ist ehemaliger Rektor und Präsident der ETH Zürich. (Bild: Keystone)

Reiche Westeuropäer sollen Anfang der Neunzigerjahre dafür bezahlt haben, während der Belagerung Sarajevos von den umliegenden Hügeln aus auf Zivilisten schiessen zu können. Belege dafür fehlen und Fachleute zweifeln die Anschuldigungen an. Trotzdem muss sich jetzt die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) mit der Thematik beschäftigen.

Gab es in Sarajevo systematische Menschenjagd? Die Bundesanwaltschaft erhält Hinweise. (Bild: AP Photo)

Laut «SonntagsBlick» gingen bei der BA Anzeigen zu möglichen Tätern und Mitwissenden aus der Schweiz ein. Im Zentrum soll eine Gruppe um einen Kunsthändler aus Lugano stehen. BA-Sprecher Maximilian Tikhomirov bestätigt die Anzeigen. Zu Details will er sich nicht äussern. Er sagt einzig: «Wir prüfen die Anzeigen nach dem üblichen Vorgehen.» Und betont, dass bisher kein Strafverfahren eröffnet wurde.

Noch sei nicht klar, ob ein hinreichender Tatverdacht bestehe, und wenn ja, ob die Bundesanwaltschaft dafür zuständig sei. Einen Schritt weiter sind ausländische Ermittler. In Italien, Österreich und Belgien laufen Strafverfahren. Fachleute aber meldeten erhebliche Zweifel an angeblich systematischen Menschenjagden an.

Raps-Bauern verdienen ein Vielfaches von Milchbauern

Die Milchwirtschaft ist der wichtigste Sektor der Landwirtschaft. 35 Prozent der Schweizer Bauernbetriebe halten Rinder und produzieren Milch. Der Stundenlohn dafür ist hingegen bescheiden: 8.30 Franken. Das zeigt eine Studie der Fachhochschule Nordostschweiz (FHNW), die der «SonntagsZeitung» vorliegt.

Wer Raps anbaut verdient mehr, sagt eine Studie der FHNW. (Bild: Bruno Kissling)

Deutlich besser stehen jene Landwirte da, die auf pflanzliche Kulturen setzen. Mit dem Anbau von Zuckerrüben etwa lassen sich demnach 56 Franken pro Stunde verdienen, mit Raps sind es sogar fast 74 Franken. Für Studienautor und Ökonom Mathias Binswanger ist klar: Milchbauern brauchen höhere Löhne. Damit dieser fair sei, müsste die Milch um etwa 77 Prozent aufschlagen. Das befeuert die Debatte über die Ernährungsinitiative, über die demnächst abgestimmt wird und die einen verstärkten Umstieg von der Tierhaltung auf pflanzlichen Anbau fordert.

HSG-Absolventen haben tiefste Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosenquote von Abgängern eines Wirtschaftsstudiums hat sich in kurzer Zeit verdoppelt. Ein Jahr nach dem Masterabschluss haben 8,5 Prozent keine Stelle. Damit zählt das Fach zu den am wenigsten gefragten auf dem Arbeitsmarkt, berichtet die «NZZ am Sonntag».

Wie neue Zahlen zeigen, bestehen aber riesige Unterschiede zwischen den Hochschulen: Bei HSG-Absolventen beträgt die Erwerbslosigkeit nur 2,7 Prozent. Deutlich schlechter schneiden die Universitäten der Romandie ab. An der Uni Genf stehen 17,3 Prozent ein Jahr nach dem Master ohne Job da. «Um im Zeitalter von KI Karriere zu machen, genügt eine mittelmässige Ausbildung je länger, desto weniger», sagt der Bildungsökonom Stefan Wolter.

Ex-ETH-Rektor lobt Trumps Umweltpolitik

Mit seiner Aussage steht er, zumindest in Europa,ziemlich allein da. Lino Guzzella, Professor für Energiesysteme und ehemaliger Rektor und Präsident der ETH, lobt die Umweltpolitik von US-Präsident Donald Trump: «Die USA sind der absolute Musterschüler in der CO2-Frage», sagte er laut SonntagsZeitung kürzlich an einem öffentlichen Vortrag. Sein Argument: Das billige Fracking-Gas habe viele Kohlekraftwerke in den USA überflüssig gemacht.

Lino Guzzella ist ehemaliger Rektor und Präsident der ETH Zürich. (Bild: Keystone)
 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

Abo

Trotz höherem Milchpreis bleibt die Lage für Ostschweizer Bauern angespannt

Nach dem trockenen Sommer steigen die Richtpreise für A-Milch um vier Rappen pro Kilo. Milchproduzenten aus St.Gallen und Thurgau sprechen von einem wichtigen Signal – ausreichend sei die Erhöhung aber nicht.
16.09.2026

Er fordert 500 Millionen: Die seltsame Rechnung des Bauernverbands

Der Bauernverband fordert über eine halbe Milliarde Franken für sein Ja zum Mercosur-Abkommen. Doch seine Rechnung kann weder der Bund noch die betroffene Fleischbranche nachvollziehen.
14.09.2026
Abo

Mit leichten Desserts und Protein-Milch: Emmi surft auf der Gesundheitswelle

Der Luzerner Milchverarbeiter setzt auf Trendprodukte mit viel Protein und wenig Zucker. Das scheint aufzugehen.
19.08.2026

Wettbewerb

2x2 Tickets für «Simon & Jan - Heisse Luft» zu gewinnen
Simon & Jan - Heisse Luft

Umfrage der Woche

Hitzeschutz: Welche Massnahme sollte in Liechtenstein höchste Priorität haben?
­
­