Sie sahen es auf Gartenhäuser und Kupfer ab: Einbruchserie geklärt
Sie «arbeiteten» im Akkord. Die Staatsanwaltschaft Bern wirft zwei 35-jährigen Männern vor, zwischen Anfang Oktober und Mitte November letzten Jahres nicht weniger als 85 Diebstahldelikte im Berner Seeland begangen zu haben – und zwar banden- und gewerbsmässig.
Die beiden Polen wählten sich eher unübliche Einbruchsobjekte aus. Sie sollen in 72 Gartenhäuser und Geräteschuppen bei diversen Schrebergärten eingedrungen sein. Dazu kommen 13 Kupferdiebstähle, die hierzulande keine Seltenheit sind. Einer der beiden Männer befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Der Gerichtstermin stehe noch nicht fest, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.
Bei den Schrebergärten entwendeten die mutmasslichen Täter Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Gartenutensilien oder Kaffeemaschinen. Insgesamt beläuft sich der Wert des Deliktguts auf rund 80'000 Franken, weniger als 1000 Franken pro Diebstahl. An wen und in welchem Umfang die Ware weiterverkauft wurde, ist nicht bekannt.
Der Seriendiebstahl flog am Montag, 17. November, mitten in der Nacht auf. Eine Patrouille der Kantonspolizei Bern stellte bei den Schrebergärten in der Gemeinde Port ein verdächtiges Auto fest. Sie folgte ihm und hielt den Lenker vor einer Garage an. In der Garage kam bei einer anschliessenden Durchsuchung umfangreiches mutmassliches Deliktsgut zum Vorschein.
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