Zali bleibt Regierungsrat – aber ohne Departement
Ein Regierungsrat ohne Departement, das trifft jetzt auf den Tessiner Claudio Zali zu, wie SRF News berichtet. Die Regierung und verschiedene Parteien forderten zuvor seinen Rücktritt, diesen verweigerte er. Deshalb zieht die Tessiner Regierung nun diese Konsequenzen.

Seit Wochen sorgt Zali für Schlagzeilen. Im Juli wurden Audioaufnahmen publik, in denen er zu Gewalt gegenüber einer Stalkerin aufrief. Daraufhin gab er Ende Juli das Präsidentenamt als Tessiner Staatsrat ab.
Ein erstes Strafverfahren läuft gegen Lega-Politiker, da er sich für den Sohn einer Freundin einsetzte, der in einen Fall von Gewalt und Freiheitsberaubung gegen einen anderen Jugendlichen verwickelt gewesen sein soll. Er kündigte den Rücktritt zu einem späteren Zeitpunkt an.
Diese Woche wurde eine weitere Strafuntersuchung publik. Wie RSI berichtet, handle es sich dabei um sexuelle Übergriffe. Diese sollen Jahre zurückliegen. Auf diese Nachricht forderte die Tessiner Regierung den sofortigen Rücktritt. Nach dem Departementsentzug geht die Verantwortung für das Departement Raumplanung zwischenzeitlich an Regierungsrat Raffaele De Rosa über. Danach übernimmt Piero Marchesi (SVP), der bereits als Nchfolger Zalis feststand. (jbl)
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