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Bei Trump wird Ban Ki Moon undiplomatisch

Wenn sich die USA aus dem Klimaschutzabkommen von Paris verabschiedeten, werde Donald Trump "auf der falschen Seite der Geschichte stehen": Das sagte der frühere UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon am Swiss Energy and Climate Summit (ECS) in Bern.
Er glaube ans Gelingen der Energiewende, sagte Ban Ki Moon am Donnerstag vor diesem Hintergrundbild in Bern.
Er glaube ans Gelingen der Energiewende, sagte Ban Ki Moon am Donnerstag vor diesem Hintergrundbild in Bern. (Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Er müsse das ganz undiplomatisch sagen, führte Ban am Donnerstag vor den Teilnehmern des Swiss ECS aus. Allerdings habe er die Hoffnung nicht verloren: Überall auf der Welt gebe es Bürgerbewegungen, die sich für den Schutz des Klimas einsetzten.

Was diese Mitglieder der Zivilgesellschaft zustande brächten, sogar in republikanisch dominierten Städten der USA, sei viel wichtiger als das, was Trump sage, so der Südkoreaner weiter. Er sei grundsätzlich Optimist: Die Menschheit habe alle Arten von Herausforderungen gemeistert.

Ban Ki Moon hielt am Swiss ECS das Schlussreferat und erhielt von den Organisatoren einen Preis für sein Engagement zugunsten nachhaltiger Entwicklung. Alt Bundesrat Adolf Ogi überreichte dem UNO-Generalsekretär der Jahre 2007 bis 2016 eine Kristallplatte fürs Haus - und einen kleinen Kristall für den Hosensack.

Energieberater sieht positive Anzeichen

Vor Ban präsentierte Michael Liebreich von der global tätigen Energieberatungsfirma Bloomberg New Energy Finance einige Zahlen, die gemäss seiner Überzeugung demonstrieren, dass die Welt in Sachen Energie auf einem guten Weg ist. Liebreich sprach von stetig steigenden Investitionen in erneuerbare Energien weltweit.

Die internationale Energie-Agentur IEA korrigiere ihre Erwartungen hinsichtlich Strom aus Windparks ständig nach oben, und zum ersten Mal steige die Kurve des weltweiten CO2-Ausstosses nicht mehr an.

Schweizer Unternehmen hätten mit ihrem Know-how in diesem Umfeld grosse Chancen, etwa beim Managen von Stromnetzen. Er vermisse in der Schweiz aber die Entschlossenheit, diese Chance zu packen.

Auch Figueres fordert aktive Schweiz

Der Swiss ECS stand in diesem Jahr unter dem Titel "Boost - Energiezukunft als Chance". Rund 600 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden nahmen am zweitägigen Treffen teil. Zu den Rednerinnen gehörte auch die ehemalige Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, Christiana Figueres.

Die 61-jährige Costa Ricanerin sagte in ihrem Referat laut ECS-Internetseite, kleine Länder wie die Schweiz mit vergleichsweise niedrigen Emissionen könnten zur globalen Energiewende einen wichtigen Beitrag leisten. Dies indem sie mit ihren politischen und technologischen Lösungen als Vorbild dienten.

Der Swiss ECS ist eine Weiterentwicklung des Nationalen Klima-Forums, das 2007 anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Gebäudeversicherung Bern (GVB) ins Leben gerufen wurde. (sda)

 

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