Mit 121 km/h in der 50er Zone: Rasen ist der Hauptgrund für Ausweisentzüge
Es war Präventionsarbeit: Im Januar und Februar führte die Tessiner Kantonspolizei gezielte Kontrollen durch, um Raser zu stoppen. Tatsächlich gingen der Polizei zahlreiche Autofahrer ins Netz, die sich um Tempolimiten foutierten. Am 10. Januar zum Beispiel bretterte ein 45-jähriger Schweizer kurz vor Mitternacht mit 121 km/h durch eine 50er-Zone in Novazzano. Am 4. Februar stoppte die Polizei kurz vor 21 Uhr einen 18-jährigen Schweizer, der in Losone statt mit den erlaubten 50 mit 112 km/h unterwegs war.
Oder auf der Autobahn erlaubte sich ein 60-jähriger Russe, bei einer Baustelle (Tempo 80 km/h) auf 151 km/h zu beschleunigen. Alle Raser mussten ihren Ausweis abgeben und wurden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Der Russe erhielt ein Fahrverbot auf Schweizer Territorium, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. In ihrem Communiqué erwähnt sie weitere Beispiele haarsträubender Tempoüberschreitungen.
Mehr Ausweisentzüge bei Teenagern
Geschwindigkeitsexzesse sind weiterhin das Hauptproblem auf Schweizer Strassen. In 30'835 Fällen mussten Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker im letzten Jahr den Ausweis wegen überhöhter Geschwindigkeit abgeben, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) am Donnerstag mitteilte. Auf Rang zwei (11'833 Fälle) folgt zu hoher Alkoholkonsum. Die Gefährdung Dritter durch Unaufmerksamkeit (8205 Fälle) ist die dritthäufigste Ursache.
Insgesamt registrierte das Bundesamt für Strassen im letzten Jahr 85'782 Ausweisentzüge. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von rund einem Prozent.
In die entgegengesetzte Richtung zeigt der Trend bei den unter 18-Jährigen: Gegen Jugendliche wurden im letzten Jahr 3714 Ausweisentzüge und weitere Massnahmen wie Verwarnungen oder Aberkennungen ausländischer Führerausweise verhängt.
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