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Beat Jans’ Medienchef lässt Maturaarbeit schwärzen – das sind die Gründe

«Zensuriert» steht auf dem Titelblatt. Zurzeit werden im Zürcher Gymnasium Rämibühl in den Gängen Maturaarbeiten ausgestellt. Eine sticht dabei besonders ins Auge.
Bundesrat Beat Jans. (Bild: Anthony Anex / Keystone)

Die Maturaarbeit handelt von Bundesrat Beat Jans, dem Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartements EJPD, beziehungsweise von seiner Kommunikation, wie die NZZ schreibt. Von der 19-seitigen Arbeit kann man das Inhaltsverzeichnis und die Danksagung lesen. Den Rest hat das EJPD (Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement) schwärzen lassen.

Bundesrat Beat Jans. (Bild: Anthony Anex / Keystone)

Zur Arbeit gehört ein ca. halbstündiger Dok-Film: «Bundesrat Beat Jans: authentischer Kommunikator oder kalkulierender Schweiger?» Sie soll aufzeigen, was die politische Kommunikation verbergen wolle. Auch den Film hat das EJPD genauer angeschaut. Übrig geblieben sind zwei Szenen, die man in der Kanti Rämibühl anschauen kann.

Im Film geht es um Jans’ Kommunikationschef Oliver Washington. Dieser war bis vor Kurzem SRF-Mitarbeiter und Bundeshauskorrespondent. Nach der Wahl von Beat Jans hat dieser Oliver Washington als seinen Sprecher eingestellt. Washington sagt auf Anfrage der NZZ:

«Ich wurde persönlich von einer Studentin der besagten Schule kontaktiert, um an der genannten Maturarbeit mitzuarbeiten.»

Er habe der Schülerin erlaubt, über seine Arbeit Auskunft zu geben. Die Schülerin und Oliver Washington hätten sich im Laufe der Arbeit zerstritten, woraufhin Washington Zitate zurückgezogen habe.

Die Schülerin habe sich nicht an die Vorgaben gehalten, weswegen Washington interveniert habe. Diese Intervention betrifft nun die Veröffentlichung der Arbeit. Abgesehen von ihm habe niemand aus dem EJPD in die Veröffentlichung der Arbeit eingegriffen, sagt Washington gegenüber der NZZ. Er habe jedoch erlaubt, die Arbeit von Lehrpersonen bewerten zu lassen, dass die Schülerin ihren Gymi-Abschluss nicht verpasst.

Im Blick erklärt Washington, wie es zum Gespräch mit der Schülerin kam. Demnach sei sie «die Tochter eines befreundeten Paares». Seine Auskünfte seien in einem privaten und freundschaftlichen Rahmen erfolgt. Nur der Betreuer und die Assessoren hätten laut Washington Einblick in die von ihm zur Verfügung gestellten Informationen haben sollten.

Film darf in der Schule gezeigt werden

Die Kantonsschule Rämibühl lehnt die Anfrage der NZZ ab, mit der Schülerin oder mit dem Betreuer der Arbeit zu sprechen. Auch Einsicht in die Arbeit erhalten sie auf Anfrage nicht. Die Arbeit sei lediglich für «interne Zwecke» erstellt worden.

Aufgrund des medialen Interesses habe Washington nun sein Einverständnis gegeben, «dass die Schule den Film im normalen Rahmen in der Schule zugänglich machen kann». (fan/nib, watson.ch)

 
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