So war die Wintersaison für die Skilifte im Toggenburg und in der Region Wil
Für viele der Skilifte startete die Saison früh mit dem ersten Schneefall am 22. November. Über die Feiertage mussten Ski- und Snowboardfans eine Durststrecke überwinden. Dafür sorgte der verschneite Januar für einen erneuten Erfolg. Nun ist die Saison an den meisten Orten zu Ende. Langsam beginnen die Betreibenden, Bügel abzuhängen und Markierungen zu verräumen. Einige schliessen jedoch ein letztes Hurra nicht aus, falls Frau Holle ihre Kissen nochmals kräftig schüttelt.
Chäserrugg, Wildhaus und Gamplüt
Im obersten Toggenburg ist die Saison noch nicht zu Ende. Für die Skigebiete Chäserrugg und Wildhaus endet die Saison gemäss den Webseiten zwischen Ende März und Mitte April.
Peter Koller, Betriebsleiter der Gondelbahn Gamplüt, freut sich: «Wir hatten es goldig, einfach sensationell.» Die Gondelbahn sei den gesamten Winter über täglich in Betrieb gewesen. Aktuell seien viele Skitourenfahrende und Schneeschuhläuferinnen und -läufer unterwegs. (jen)
Wolzenalp: 70 Tage
Auf der Wolzenalp ende der Wintersportbetrieb voraussichtlich diese Woche, sagt Fridolin Früh, Betriebsleiter der Wolzenalp AG. Er schaut auf eine «mittlere Saison» zurück. Während der Festtage konnte er den grossen Lift nicht starten, doch der Schnee reichte für das Kinderland mit dem Förderteppich und dem Ponylift.

«Wenn es Schnee gibt, dann bieten wir den Skibetrieb auch weiter an», sagt Früh. Doch sie seien nicht mehr ganz vom Skibetrieb abhängig. Selbst bei Schnee seien etwa die Hälfte der Gäste zum Schlitteln oder Wandern auf dem sonnigen Hochplateau da.
Krinau: 33 Tage
Beim Skilift Krinau sind nur noch ein paar Flecken Schnee zu sehen. Kristina Bösch, Präsidentin des Skiclubs, freut sich über eine erfolgreiche Saison. Der erste Schneefall an einem Januarsamstag hat den Skilift Krinau für den ganzen Monat bedient. Denn der Skilift liegt an einem schattigen Hang und so bleibt der Schnee lange liegen.

Bösch sieht eine Zukunft für den Skilift. Solange die finanziellen Mittel noch da seien und sich freiwillige Helferinnen und Helfer bereitstellen, würden sie weitermachen. Die nächsten Revisionen stehen 2030 an.
Oberwangen: 22 Tage
Über eine verspätete Traumsaison freut sich Harald Wagner, Verwaltungsratspräsident des Skilifts Oberwangen. Am 5. Januar durfte der Lift zum ersten Mal starten. Besonders das erste Wochenende sei sensationell gewesen. Es habe geschneit bis in tiefe Lagen, und so seien die Leute daran erinnert worden, auch die kleineren Skilifte der Region zu besuchen. Am Spitzentag der Saison habe das Team 600 Billette verkauft. Das komme äusserst selten vor, sagt Wagner.
Hemberg: 20 Tage
Die Saison für den Skilift Hemberg sei vergleichbar mit der vorherigen. Hansueli Rechsteiner, Betriebsleiter des Skilifts und des Skiverleihs, ist zufrieden und auch für die Zukunft optimistisch gestimmt. «Wenn es Schnee gibt, müssen wir einfach bereit sein und das Beste daraus machen.» Der Andrang sei gross, das habe er auch diese Saison gespürt. Die Leute kommen gerne, vor allem Familien.
Ebnat-Kappel: 10 Tage
Wenn es nochmals Schnee gebe, würde der Betrieb wieder aufgenommen werden, teilen die Skiliftbetreibenden in Ebnat-Kappel mit. Aktuell kurvten Skifahrende zuletzt am 23. Februar den Hang herunter. Die Saison sei leicht länger ausgefallen als die vorherige. Das Skiliftteam konnte im Januar starten, zuvor gab es schlicht zu wenig Schnee in Ebnat-Kappel.
Der Skilift Tanzboden stand vor einer entscheidenden Saison, wie diese Zeitung berichtete. Das offizielle Fazit und die Schlussfolgerungen für die Zukunft stünden zurzeit noch nicht fest, sagt der Vorstand, sie würden aber positiv bleiben.
Oberhelfenschwil: 8 Tage
Ein früher Beginn und zugleich ein frühes Ende verzeichnete der Skilift Oberhelfenschwil. Die letzten Betriebstage waren im Dezember. Im Januar sei es zwar noch genügend kalt gewesen, doch wegen des Regens blieb der Schnee nicht auf der Piste, sagt Reto Bleiker, Vereinspräsident. Einen grossen Vorteil haben die Hemberger: Weil sie ihre Piste von Hand präparieren und kein Pistenfahrzeug nutzen, reichen schon 20 Zentimeter Schnee aus.
Degersheim: 4 Tage
Die Saison für den Skilift Degersheim ist laut Betreiber Viktor Schönenberger vorbei, denn der Boden ist schlicht zu warm. «Da müsste schon ein Wunder passieren», sagt er. In Degersheim dauerte die Saison halb so lange wie vorherige. Das Fazit: «Es ist mager und schade. Wir wären immer bereit und wissen, dass wir schnell sein müssen, wenn es Schnee gibt.» Erfreulich sei aber der grosse Besucherandrang gewesen. Auch mehrere Schulklassen haben den Skilift genutzt.
Mogelsberg: 3 Tage
«Wenn er offen ist, haben wir immer einen rechten Andrang», sagt Ursula Fluck, Vorstandsmitglied. Vor allem besuchen Familien mit Kindern den kleinen Schlepplift, um dort ihre ersten Versuche zu wagen. Rentieren würde sich der Skilift nicht, doch solange er funktioniert, betreibt der Verkehrsverein Mogelsberg ihn weiter. Es sei eine Herzensangelegenheit, sagt Fluck.
Mosnang: 2 Tage
«Wir sind zufrieden, dass wir den Skilift überhaupt laufen lassen konnten», sagt Präsident Lukas Birchler. Vor den beiden Betriebstagen im Januar konnte der Skilift Hochwacht in Mosnang zuletzt im Dezember 2023 genutzt werden. Die Herausforderung: der steile Hang. Es braucht viel Schnee, damit dieser auf dem Abhang liegen bleibt.
Am zweiten Betriebstag bescherte ein glücklicher Zufall den Skilift-Betreibenden mehr Besucherinnen und Besucher. Die Lehrpersonen hatten eine Weiterbildung und die Schülerschaft hatte darum die Möglichkeit, die freie Zeit auf der Piste zu verbringen.
Gähwil: 1.5 Tage
Theo Messmer, Betriebsleiter des Skilifts Gähwil, hofft, dass die Saison noch nicht zu Ende ist, doch die relativ hohen Temperaturen würden darauf hindeuten. Den grossen Bügelskilift konnte er eineinhalb Tage betreiben, das Förderband für die Kinder sieben bis acht.

Während der besonders kalten Tage im Januar hat das Team extra Schnee aus dem Dorf zusammengetragen, um damit die Kinderpiste zu präparieren. So konnten die Jüngsten noch fünf weitere Tage den Schnee geniessen.
Bächli Hemberg: 1.5 Tage
«Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht», sagt Anlagenchef Hans Brunner. Weil an den Novemberwochenenden Regen prognostiziert worden sei, hätten sie den Skilift Hörnli in Bächli nicht in Betrieb nehmen können. Umso erfreulicher war aber der Besucherandrang an den beiden Betriebstagen im Januar. «Ich war überrascht, wie viele Leute kamen, obwohl das Ganze so kurzfristig war.»
Die Zukunft des Skilifts sei weiterhin ungewiss. Absehbar sei aber, dass der Skilift ab 2028 nicht mehr in Betrieb genommen werde, weil Sanierungsarbeiten fällig werden würden.

Die Loipen
Die beiden Loipen des Skiclubs Speer werden in der Regel bis Mitte März präpariert, sagt Bert Baumann, Technischer Leiter. Die Panoramaloipe ist noch immer gespurt und verzeichnet bisher 74 Betriebstage. Am Samstag massen über 100 Athletinnen und Athleten ihr Können am Voralpencup. Bei der Thurloipe fehlt aktuell der Schnee, doch der Vorjahresvergleich fällt mit 34 Betriebstagen positiv aus. «Wir haben schon seit einigen Jahren nicht mehr so viel gespurt wie diese Saison», sagt Baumann.
Die Saison fiel für die Loipe Degersheim ähnlich aus wie für den Skilift: vier bis fünf Betriebstage. Diese Woche montieren Helferinnen und Helfer die Wegweiser ab. Viktor Schönenberger, Betriebsleiter, betont aber, dass die Loipe bei genügend Schnee schnell wieder in Betrieb genommen werden könnte.
Für die Rickenloipe dauere die Saison offiziell bis zum 15. März, doch der Blick auf die Temperaturen deute darauf hin, dass die Saison vorbei sei, sagt Eva Fankhauser, Aktuarin. Mit knapp 50 Betriebstagen blickt sie auf eine zufriedenstellende Saison zurück. Ein Highlight: der «Dario Cologna Fun Parcours». Eine Woche lang durften Schulklassen Langlaufkurse besuchen – mit Besuch des Olympiasiegers.
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