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«Heimat entsteht dort, wo Menschen einander begegnen»

Die Feier im Thurpark fand wieder als Brunch statt. Die Jugendarbeiterinnen der evangelischen und der katholischen Kirche setzten sich in ihrer Ansprache mit dem Begriff der Heimat auseinander.
Sie sprachen an der Wattwiler Bundesfeier: Michaela Bauer, Gemeinderätin Olivia Heer und Elena Policante (von links). (Bild: Martin Knoepfel)
Der Unimog der Feuerwehr diente als Blickfang. (Bild: Martin Knoepfel)
Das Trio Dreiler Örgeler sorgte für die musikalische Begleitung. (Bild: Martin Knoepfel)
Der Brunch fand im grossen Saal des Thurparks statt. Gemeinderätin Olivia Heer freute sich über 122 Anmeldungen. (Bild: Martin Knoepfel)
Die Nationalhymne wurde stehend gesungen (Bild: Martin Knoepfel)

Als Blickfang stand ein Feuerwehr-Unimog vor dem Thurpark, wo am Samstag die Wattwiler Bundesfeier wieder in Form eines Brunchs stattfand. Sie wurde von der Kommission Kultur, Vereine und Integration der Gemeinde und vom Feuerwehrverein Wattwil-Lichtensteig organisiert.

Es habe 122 Anmeldungen gegeben, sagte Gemeinderätin Olivia Heer, ähnlich viele wie in den vergangenen Jahren. Heer freute sich speziell über die zahlreich erschienenen Familien.

Der Unimog der Feuerwehr diente als Blickfang. (Bild: Martin Knoepfel)

Dass in der Schweiz jede und jeder ihre und seine Meinung frei äussern dürfe, und dass dabei jede Meinung zähle, pries Heer als die «liebenswerte Einzigartigkeit» des Landes. Dies mache die Vielfalt und die Stärke des Landes aus, betonte sie.

Als Musiker waren die «Dreiler Örgeler» engagiert worden. Die Teenager aus Dreien und Ganterschwil ernteten starken Applaus.

Das Trio Dreiler Örgeler sorgte für die musikalische Begleitung. (Bild: Martin Knoepfel)

Heer beschloss ihre Begrüssung mit einer Spitze aus aktuellem Anlass: Früher sei sie stolz gewesen, dass der Fifa-Präsident ein Schweizer sei. Heute nicht mehr, so Heer.

«Junge brauchen Orte, wo sie ernst genommen werden»

Die Bundesfeieransprache hielten Michaela Bauer und Elena Policante. Bauer ist Stellenleiterin «Kirchliche Jugendarbeit» bei der Seelsorgeeinheit Neutoggenburg und stammt aus St. Gallen. Policante ist Stellenleiterin «Junge Erwachsene» bei der evangelischen Kirchgemeinden Mittleres Toggenburg und in Wattwil aufgewachsen. Die Beiden spürten in einem Dialog dem Begriff Heimat nach.

Der Brunch fand im grossen Saal des Thurparks statt. Gemeinderätin Olivia Heer freute sich über 122 Anmeldungen. (Bild: Martin Knoepfel)

Heimat bestehe aus Menschen, bei denen man sich angenommen fühle. Gerade bei der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehe es oft um solche Fragen, stellte Policante fest. Sie wünschte den Besucherinnen und Besuchern deshalb viele Begegnungen, die Heimat entstehen lassen.

Als sie nach Wattwil gekommen sei, sei vieles neu gewesen, sagte Bauer. Dank Begegnungen und Gesprächen habe sie hier aber ihren Platz gefunden. «Heimat entsteht dort, wo Menschen einander begegnen», sagte sie, und: «Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie ernst genommen werden.»

Die Nationalhymne wurde stehend gesungen (Bild: Martin Knoepfel)
 
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