«Wir sind wie eine grosse Familie»: Vereinsmitglied Tanja Alismeno freut sich über eine erfolgreiche Eisarena-Saison
Diese Woche scheint die erste Frühlingswelle in der Ostschweiz angekommen zu sein. In Rorschach ist aber nicht nur der wolkenverhangene Himmel verschwunden: An der Seepromenade wurden bereits die letzten Teile der Eisarena weggepackt. Wo vor wenigen Tagen noch Kinder mit Schlittschuhen über die Eisfläche flitzten, standen am Donnerstag nur noch leere Holzplatten.

«Nach zwölf Jahren Betrieb sind wir mittlerweile schnell im Abbau», sagt Vereinsmitglied Tanja Alismeno. Bis um 19 Uhr am Sonntagabend sei der Betrieb noch in vollem Gange gewesen und habe dem Team einen versöhnlichen Saisonabschluss beschert. «Nach der Schlecht-Wetter-Phase war es umso erfreulicher, dass der Sonntag noch so richtig schön war», sagt Alismeno.
Über 5000 Besuchende – trotz Wind und Regen
Wind und Regen habe dem Eisbahnbetrieb nicht gerade in die Karten gespielt. An vier Tagen musste der Verein die Bahn ganz schliessen, an den anderen fünf habe sie dem Wetter entsprechend wenig Frequenz gehabt. Nichtsdestotrotz durfte der Verein vom 9. Januar bis zum 22. Februar über 5000 Besucherinnen und Besucher bei sich empfangen.
«Es war eine erfolgreiche Saison», sagt sie. Vor allem während der Sportferien hätten sich viele Kinder auf der Eisfläche getummelt. Immer weniger Familien würden skifahren gehen, die Eisarena biete daher eine gute Alternative. Ob dieses Jahr erneut ein kleines finanzielles Polster übrigbleibt, kann Alismeno aber noch nicht sagen.

Jeden Morgen standen laut Alismeno ein bis zwei Schulklassen pro Stunde auf dem Eis. Das Angebot habe sich herumgesprochen, sodass dieses Jahr auch Klassen aus Arbon auf Besuch waren. «Teils kamen die Schulklassen auch am Nachmittag vorbei», sagt Alismeno. Entsprechend habe sie beim Personal aufstocken müssen.
Alle Kassiererinnen, Eismeister und andere Hilfskräfte leisteten bei der Eisarena ehrenamtliche Arbeit. Umso schöner ist es für Alismeno zu sehen, was für ein tolles Team sich gebildet hat. «Über sechs Wochen hindurch zu harmonisieren ist nicht so einfach.» Unterstützung erhielt die Rorschacherin unter anderem von einer Freundin und ihrer Tochter.
«Eisfels»-Bar als neuer Rorschacher Treffpunkt
Dieses Jahr hatte Alismeno das Gefühl, dass sich die Eisarena als Institution bewährt hat. Sie sagt: «Das Feedback war gewaltig. Viele haben sich bedankt, dass wir den Kindern schon so viele Jahre eine Freude machen.» Ohne die Unterstützung der Stadt und der Ortsbürgergemeinde Rorschach sowie den Sponsoren und Gönnern wäre das aber nicht möglich.
Ebenfalls gute Laune brachte die neue «Eisfels»-Bar, die von Freitag bis Sonntag im Pavillon neben dem Eisfeld betrieben wurde. Monica Thoma, die ehemalige Gastronomin des Rorschacher Restaurants Rheinfels, hat die Gäste dort mit Getränken versorgt. Die Bar sei während der eineinhalb Monate der neue Treffpunkt in Rorschach gewesen. Das werde sie auch in 2027 wieder sein, ist sich Alismeno sicher.

In der Eisarena stecke viel Herzblut, sagt Alismeno. Mittlerweile kennt Alismeno fast alle Kinder auf dem Eisfeld. Am schönsten sei es zu sehen, wie die Kinder, welche zu Beginn noch mit dem Nuggi auf dem Eis standen, heute bereits auf dem Eishockeyfeld «chnebeln».
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