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Nach dem dritten Sieg gegen Lejon Zäziwil stehen die Frauen der Nesslau Sharks erstmals im NLB-Playoff-Halbfinal

Das Ziel der Nesslau Sharks in dieser Saison war erneut der Vorstoss in die Playoff-Halbfinals. Dass es nun erstmals gelang, kommt doch einer Überraschung gleich, denn die Frauen aus dem Obertoggenburg traten zum Ende der Qualifikation nicht mehr so überzeugend auf.
Torfrau Joy Schöni lieferte in Konolfingen eine sensationelle Leistung ab. (Bild: Archivbild: Beat Lanzendorfer)

Die Spielerinnen der Nesslau Sharks haben am Samstagabend Historisches vollbracht. Erstmals in der Vereinsgeschichte schafften sie in der Nationalliga B den Einzug in den Playoff-Halbfinal. Und dies nicht mit Hängen und Würgen, sondern in überzeugender Art und Weise und noch dazu im Schnellzugstempo.

Die «best of five»-Serie gegen Lejon Zäziwil entschieden sie bereits nach dem dritten Sieg in Folge zu ihren Gunsten. Auf das 1:0 am 31. Januar folgte tags darauf ein 5:2. Den Sack machten sie nun mit einem 7:2-Auswärtssieg definitiv zu.

Die beste Spielerin neutralisiert

Trainerin Christine Kündig war am Telefon überglücklich und sagte: «Der Sieg fällt etwas zu hoch aus, weil Zäziwil teilweise brutal Druck gemacht hat.» Umso schöner, dass sie diesem standgehalten haben.

Mitentscheidend sei wohl gewesen, dass sie den Wirkungskreis von Anna Reber einengen konnten. Die beste Spielerin von Zäziwil hatte sich kurz vor dem Playoff-Start verletzt. Nun stand die 25-Jährige erstmals wieder auf dem Parkett, konnte das Aus des Favoriten aber nicht verhindern. Kündig sprach aber selbstverständlich auch die Leistung ihrer eigenen Spielerinnen an, die ein tollen Job verrichtet hätten. Hier strich sie die Defensive heraus und im Besonderen Torfrau Joy Schöni. «Unglaublich, was für Bälle sie abgewehrt hat, sie hat einfach sensationell gespielt.»

Die Sharks-Trainerin zeigte sich auch befriedigt darüber, dass alle Spielerinnen Verantwortung übernahmen und auch den Abschluss suchten. Mit den Verteidigerinnen Olga Schläpfer und Veronika Loudova reihten sich auch zwei defensiv orientierte Spielerinnen unter die Torschützinnen.

Nova Brändle eröffnet das Skore

Die mitgereisten Fans mussten sich bis zur 17. Minute gedulden, ehe Nova Brändle das Skore eröffnete. In den zweiten 20 Minuten bauten Veronika Loudova und Damaris Sager den Vorsprung aus, ehe Zäziwil verkürzen konnte. Die Endphase des Schlussabschnittes hatte es in sich. Kamonwan Phumma und Hana Polakova erhöhten auf 5:1. Dann nahmen die Einheimischen ein Timeout, worauf ihnen wenig später prompt der zweite Treffer gelang.

Erneut Hana Polakova sowie Nadja Abderhalden trafen dann noch ins leere Tor, weil Zäziwil die Torfrau durch eine sechste Feldspielerin ersetzte. «Klar wird jetzt etwas gefeiert, wahrscheinlich schon auf der Heimfahrt im Car», sagte Kündig auf die Frage, ob man nach so einem Sieg auch etwas über die Stränge schlagen darf. Das haben sich die Spielerinnen verdient und Zeit zum Erholen bleibt auch. Die Playoff-Halbfinals beginnen erst in zwei Wochen.

 
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