Rätselhafter Tod einer Frau in einem St.Galler Appartement: 28-jähriger Mann aus Eritrea verhaftet
Freitagmorgen, 6.30 Uhr: Die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen erhält einen Notruf an den Rettungsdienst. Demnach werde Hilfe in einem Appartement an der Rorschacher Strasse benötigt. Der Rettungsdienst rückt aus – und muss vor Ort den Tod einer 26-jährigen, im Kanton St.Gallen gemeldeten Schweizerin feststellen. Das teilt die St.Galler Kantonspolizei am frühen Samstagnachmittag mit.
Die Umstände, die zum Tod der Frau geführt haben, sind unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Kantonspolizei St.Gallen nahm noch vor Ort einen 28-jährigen, im Kanton St.Gallen wohnhaften Eritreer fest, der zum Zeitpunkt des Auffindens der Verstorbenen im Appartement anwesend gewesen war.
Der Mann schlug Alarm
Auf Anfrage erklärt Marco Thoma, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, der Mann selbst sei es gewesen, der den Rettungsdienst alarmiert und einen medizinischen Notfall gemeldet habe. Inwieweit geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus, zumal sie den Mann verhaftet hat? Dazu Thoma: «Die Umstände des Todes der Frau sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Beteiligung des Mannes muss geklärt werden, deshalb wurde er festgenommen.»
Zur Frage, ob die Frau sichtbare Verletzungen aufgewiesen habe, äussert sich der Polizeisprecher genauso wenig wie dazu, ob der Mann im Vorfeld bereits polizeibekannt gewesen sei. Fest steht: Weder der Eritreer noch die verstorbene Schweizerin waren im fraglichen Appartement gemeldet. Und: Die beiden waren kein Ehepaar, wie Marco Thoma erklärt. In welcher Beziehung sie zueinander standen, werde nun ebenfalls abgeklärt.
Die Kantonspolizei hat unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen die Ermittlungen zu den Umständen und Hintergründen aufgenommen. Ebenfalls im Einsatz standen der Rettungsdienst mit medizinischem Fachpersonal, mehrere Patrouillen der Stadtpolizei St.Gallen und das Institut für Rechtsmedizin.
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