FF Toggenburg und Kirchberg holen einen Punkt – Ebnat-Kappel gewinnt das Derby
Die Leistungen am Wochenende der Toggenburger Fussballerinnen und Fussballer lassen sich durchaus sehen. Dennoch bleibt die Punkteausbeute bescheiden. Gewonnen haben nur Bütschwil im Derby gegen Bazenheid (diese Zeitung berichtete bereits) und Ebnat-Kappel bei Drittliga-Schlusslicht Neckertal-Degersheim. So sieht es im Detail aus:
FF Toggenburg zeigt keinen Respekt gegen Baar
Enttäuschte Gesichter am Sonntag auf dem Ebnat-Kappler Untersand. Dabei hatten die Frauen von FF Toggenburg soeben 2:2 gegen den FC Baar gespielt – immerhin der Tabellenzweite in der 1. Liga. Die Enttäuschung war verständlich, denn das Gebotene war mit einem Punkt schlecht belohnt worden. Hierzu sagte Trainer Vitor Domgjoni: «Schade, wir waren praktisch über die gesamte Spielzeit mindestens ebenbürtig, nur in den letzten zehn Minuten spielten wir etwas zu hektisch.»
Die Frauen konnten nahtlos an die Leistungen der vorangegangenen drei Partien anknüpfen, in denen sie das Punktemaximum holten. Sie gingen nach 14 Minuten verdient in Führung. Laura Egli war im Strafraum gefoult worden. Amira Baumgartner übernahm die Ausführung des Penaltys und verwandelte sicher. Sechs Minuten vor der Pause fiel der für die Gäste schmeichelhafte Ausgleich. Trotzdem lag das Heimteam bei Halbzeit vorn. Nach einem Eckball von Siri Bucherini stieg Lara Gabathuler am höchsten und traf in der 44. Minute mit dem Kopf zum 2:1.
Nach dem Seitenwechsel verwaltete FF Toggenburg den Vorsprung lange Zeit problemlos. Erst ein krasser Fehler in der Defensive ermöglichte Baar nach 83 Minuten den Ausgleich. In der Tabelle bleiben die Toggenburger Frauen auf Platz 7. Die Reserve auf die Abstiegsplätze beträgt sechs Punkte.
Wattwil Bunt wartet weiter auf den ersten Sieg
Der FC Wattwil Bunt wartet in der 3. Liga auch im dritten Spiel weiterhin auf den ersten Sieg des Jahres. Nach dem 1:4 gegen Uznach am Samstag auf der heimischen Grüenau sagte Co-Trainer Sanin Muric: «Diese Niederlage ist schon bitter.» Sie hätten in der ersten Halbzeit gut mithalten können, was auch das torlose Ergebnis bei Halbzeit widerspiegle. «Leider sind wir dann durch einen dummen Fehler nach dem Seitenwechsel schnell in Rückstand geraten.»
Wattwil konnte darauf reagieren und stellte durch Theo Nilsson zum 1:1. «In der Euphorie haben wir dann erneut die Abwehr vernachlässigt», sagte Muric weiter. Eine Minute später lagen die Uznacher wieder vorn. Und als die Wattwiler alles nach vorne warfen, schlug der Gegner noch zweimal gnadenlos zu. «Uznach war einfach cleverer und hat aus wenig viel gemacht.» Wobei es anzumerken gilt, dass der Tabellenfünfte alle drei Rückrundenspiele gewonnen hat. Da ist schon Qualität vorhanden. Für Wattwil Bunt geht es am nächsten Samstag bei Tabellennachbar Flawil weiter.
Ebnat-Kappel gewinnt im Necker

Zurzeit wird Neckertal-Degersheim in der 3. Liga vor gar nichts verschont. Im Derby gegen Ebnat-Kappel lag das Team schon nach 30 Sekunden hinten. Marius Schwabe hatte auf Pass von Robin Keller eiskalt abgeschlossen. 25 Minuten später war der Torschütze Passgeber beim 2:0 von Marco Giger. Der Vorsprung gab den Gästen zusätzliche Sicherheit. Trainer Roman Kipfer sagte nach dem Schlusspfiff: «Ich denke, über die neunzig Minuten gesehen haben wir uns den Sieg verdient, weil wir praktisch keine Torchance zuliessen.»
So etwas wie ein kleiner Funke Hoffnung kehrte erst in der Endphase bei Neckertal zurück, als Sando Meng nach einem Freistoss praktisch aus dem Nichts mit dem Kopf den Anschlusstreffer schoss. Die Ebnater brachten den Vorsprung in den wenigen Minuten, die noch zu spielen waren, problemlos über die Runden.
Stephen Bosshard, Spieler und Präsident bei Neckertal in einem, sagte nach der elften Saisonniederlage: «Ein Erfolgserlebnis würde uns sicher gut tun, es könnte endlich den Knopf in den Köpfen lösen.» Es müsste aber schnell kommen, denn der Rückstand zum Strich beträgt bei noch ausstehenden acht Runden schon acht Punkte. Ebnat-Kappel hingegen hat auf Rang 6 nur noch begrenzte Abstiegssorgen.
Kirchberg holt beim Tabellendritten einen Punkt
Auf den ersten Blick erscheint das 0:0 von Drittligist Kirchberg bei Rapperswil-Jona, dem Dritten der Gruppe 4, als Teilerfolg. Beim genauen Hinsehen und nach Rücksprache mit Trainer Dave Obrist haben die Toggenburger aber nicht zum ersten Mal etwas leichtfertig zwei Punkte vergeben. Obrist sagte: «Klar war die Leistung meiner Jungs okay, wer aber so wie wir hinten steht, muss solche Spiele gewinnen.»
Allein in den ersten 20 Minuten hätten sie drei Hundertprozentige liegen lassen. In der ersten Halbzeit seien sie klar spielbestimmend gewesen. «Wir betreiben jeweils einen grossen Aufwand, letztlich schaut dabei leider zu wenig heraus.» Nur ein Punkt bringe sie in ihrer Situation halt nicht wirklich weiter.
Diese Aussage lässt sich beim Blick auf die Tabelle nachvollziehen. Kirchberg bleibt mit zwei Zählern Rückstand zum rettenden Ufer Zweitletzter. Nun folgen die Wochen der Wahrheit, weil Kirchberg gegen Teams aus dem hinteren Bereich spielt. «Jetzt müssen wir liefern», sagt Obrist.
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