Passagier berichtet von Panik: Sturmböen zwingen People's-Maschine zum Durchstarten
Nur wenige Augenblicke vor der Landung in Altenrhein wurde aus einem gewöhnlichen Linienflug eine Ausnahmesituation. Wegen starker Sturmböen musste eine Maschine der People's Airline am Sonntagabend durchstarten und später nach Memmingen ausweichen. Für die Passagiere endete die Reise erst mehrere Stunden später in Altenrhein.
Ein Passagier aus dem Thurgau schilderte den Vorfall gegenüber «Blick» als beängstigend. Nach dem Durchstarten sei das Flugzeug von einer heftigen Böe erfasst und stark durchgeschüttelt worden. Unter den Reisenden sei Panik ausgebrochen. Mehrere Passagiere hätten geschrien, einige Todesangst gehabt. «Wir werden sterben», habe eine junge Frau gerufen.
Maschine kreiste über dem Thurgau
Wie People's-Airline-Geschäftsführer Thomas Krutzler gegenüber «Blick» erklärte, habe sich die Crew aufgrund der Sturmböen zum Durchstarten entschieden. Nach dem missglückten Landeanflug kreiste die Maschine zunächst über Sitterdorf. Da der Flughafen St.Gallen-Altenrhein um 21 Uhr schliesst, wich sie anschliessend nach Memmingen aus, wo sie sicher landete.
Die Weiterreise verlief laut dem Passagier ebenfalls holprig. In Memmingen habe es zunächst weder Verpflegung noch einen bereitstehenden Bus gegeben. Erst nach einer Wartezeit seien die Reisenden nach Altenrhein gebracht worden. Statt wie geplant gegen 19 Uhr erreichten sie ihr Ziel erst gegen Mitternacht.
Die Fluggesellschaft betont, die Sicherheit der Passagiere sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. An Bord befanden sich 75 Passagiere sowie vier Crewmitglieder. (sae)
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