11,6 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds: St.Galler Regierung will 89 Projekte fördern
Das Geld im Lotteriefonds stammt aus dem Reingewinn von Swisslos, der mit Lotterien, Sportwetten und Losen erwirtschaftet wird. Die Mittel werden auf die Kantone verteilt und dort für gemeinnützige Zwecke eingesetzt. Welche Vorhaben im Kanton St.Gallen davon profitieren sollen, legt die Regierung in ihrer Lotteriefondsbotschaft fest. Diese hat sie am Freitag vorgestellt.
Die Regierung schlägt darin 89 Projekte zur Förderung vor und beantragt dafür 11,6 Millionen Franken. Ob die Projekte unterstützt werden, entscheidet der Kantonsrat in der Wintersession.
1,2 Millionen Franken für Kantonsjubiläum
Aus den Bereichen «Soziales, Bildung, Gesundheit, Natur, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit» werden laut Medienmitteilung 15 Projekte mit 1,89 Millionen Franken unterstützt. Eines davon ist das Projekt «benevol bi de Lüüt» der Stiftung Benevol. Ziel dieses Projekts sei es, die Freiwilligenarbeit nachhaltig zu fördern, lokale Netzwerke zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Gemeinden zu unterstützen.
Unter «Programme» werden laut Mitteilung acht Vorhaben mit einem Gesamtbetrag von 3 Millionen Franken gefördert. Darunter sei ein Kredit in der Höhe von 1,2 Millionen Franken für Veranstaltungen und Initiativen im Rahmen des 225-Jahre-Jubiläums des Kantons im Jahr 2028 vorgesehen. Ebenso seien 300'000 Franken für den St.Galler Blasmusikverband vorgesehen, der an der Olma 2027 als Ehrengast im Zentrum stehen wird. Mit seinem grossen Auftritt wolle der Verband insbesondere die gesellschaftliche Bedeutung der Blasmusik sichtbar machen und den Zugang junger Menschen zum gemeinsamen Musizieren stärken.
Auch die Kultur kommt zum Zug
Aus den Bereichen «Musik, Tanz, Theater und Literatur», «Bildende Kunst, Design, Architektur und Film» sowie aus der Sparte «Geschichte und Gedächtnis» sieht die Regierung 5,63 Millionen Franken für 50 Projekte vor. Darunter sind weitere Jubiläumsvorhaben: Die politischen Gemeinden Lichtensteig und Uznach feiern beide im Jahr 2028 mit Festspielen ihre 800-jährigen Bestehen. Auch die Ortsgemeinde Lichtensteig wird 150 Jahre alt und veranstaltet dazu ein Freilichttheater.
Im Bereich der Bildenden Kunst feiere das Open Art Museum im Jahr 2028 «40 Jahre open heart», wofür 300'000 Franken vorgesehen seien. Zudem sollen über den Lotteriefonds Kulturanlässe und die Erarbeitung von Produktionen unterstützt werden, wie die Bühnenperformance «Der schiefe Turm von Babel» der Rapperswiler Choreografin Nelly Bütikofer.
An 16 Projekte der kantonalen Denkmalpflege gehen laut Mitteilung 1,02 Millionen Franken. Darunter fallen die Fensterrenovationen des Klostergebäudes der ehemaligen Benediktinerabtei Neu St.Johann. Die historisch wertvollen Fenster der seit 1970 unter Bundesschutz stehenden nachmittelalterlichen Klosteranlage würden soweit möglich erhalten und fachgerecht instandgesetzt oder ersetzt. (pd/hol)
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