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Kanton St.Gallen ruft zum Wassersparen auf – Trockenheit nimmt weiter zu

In weiten Teilen des Kantons ist es so trocken, dass dort neu die Gefahrenstufe 4 gilt. Der Kanton ruft die Bevölkerung deshalb dazu auf, sorgsam mit Wasser umzugehen. Wasserentnahmen aus Gewässer werden schrittweise verboten.
Wasserentnahmen aus Gewässern sind auf dem gesamten Kantonsgebiet ohne Bewilligung untersagt. (Bild: Symbolbild: Urs Bucher)

Die Trockenheit im Kanton St.Gallen hat weiter zugenommen und liegt in den Regionen Rheintal, Obertoggenburg, Untertoggenburg, Neckertal und Fürstenland neu auf der zweithöchsten Stufe (Gefahrenstufe 4). Gefahrenstufe 4 galt bereits zuvor für die Region St.Gallen-Rorschach. Wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt, haben mehrere kommunale Wasserversorger Aufrufe zum Wassersparen ausgesprochen. Die Versorgung mit Trinkwasser ist jedoch überall gewährleistet.

Der Kanton appelliert an die gesamte Bevölkerung, sorgsam mit Wasser umzugehen:
  • Bewässern Sie Grünflächen oder Rasenflächen möglichst nicht
  • Giessen Sie Gärten und Grünflächen nur gezielt und sparsam, idealerweise frühmorgens oder am Abend. Nutzen Sie nach Möglichkeit Regenwasser.
  • Reinigen Sie Fahrzeuge und Plätze nicht mit Trinkwasser.
  • Verzichten Sie auf das Befüllen und Nachfüllen von Swimmingpools.

Wasserentnahmen für Gemeingebrauch sind und bleiben weiterhin verboten. Das heisst, dass Wasserentnahmen aus Gewässern auf dem gesamten Kantonsgebiet ohne Bewilligung untersagt sind. Ausgenommen sind nur noch Bodensee, Walensee, Zürichsee und der Alpenrhein. Mit zunehmender Trockenheit müssen nun auch bewilligte Wasserentnahmen aus verschiedenen Fliessgewässern bis auf Widerruf entzogen werden. Die Betroffenen werden direkt angeschrieben.

Zum Schutz der durch Trockenheit und hohe Wassertemperaturen stark belasteten Fische und Wasserlebewesen wird das Betreten besonders sensibler Gewässerabschnitte vorübergehend untersagt, heisst es weiter im Communiqué. Das Verbot gilt für Personen sowie für mitgeführte Tiere. Die betroffenen Abschnitte werden vor Ort signalisiert.

Keine Veränderung der Wetterlage in Sicht

Für eine nachhaltige Entspannung der Trockenheitslage braucht es flächendeckende und langanhaltende Niederschläge über mehrere Tage. Diese sind gemäss den aktuellen Prognosen von Meteo Schweiz nicht vorausgesagt.

Die anhaltende Trockenheit erhöht auch die Waldbrandgefahr. Auf dem gesamten Kantonsgebiet gilt aktuell ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe (200 Meter). Die Bevölkerung kann mithelfen, die Situation zu verbessern, indem sie sich strikt an die Verhaltensregeln hält.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage und die konkreten Handlungsanweisungen sind auf www.sg.ch/trockenheit ersichtlich. (pd/ame)

 
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