Eine Goldene Schallplatte soll einer anderen Zivilisation Auskunft geben
Sonne
Aufgang
1. Februar, 7.56 Uhr, MOZ
28. Februar, 7.13 Uhr, MOZ
Untergang
1. Februar, 17.18 Uhr, MOZ
28. Februar, 18.02 Uhr, MOZ
MOZ: Mitteleuropäische Ortswinterzeit, Region Toggenburg und Ostschweiz.
Mond
Vollmond: Sonntag, 1. Februar, im Sternbild Krebs.
Neumond: Dienstag, 17. Februar, im Sternbild Steinbock.
Planeten
Merkur: Der sonnennächste Planet kann Mitte Februar am Westhorizont gesehen werden. Den höchsten Stand wird er am 19. Februar haben.
Venus: Sie ist nicht zu beobachten.
Mars: Er steht nicht am Abendhimmel.
Jupiter: Er scheint im Sternbild Zwillinge und ist während der ganzen Nacht zu sehen.
Saturn: Er erscheint nicht mehr am Abendhimmel.
Sterne und Milchstrasse
Die Milchstrasse befindet sich bereits im Westen und ist daher nicht mehr so gut sichtbar. Die hellen Sternbilder sind jedoch nach wie vor zu sehen: Beispielsweise der Grosse Hund mit Sirius, dem hellsten Stern des Himmels. Dann ist auch der Orion mit seinen markanten Sternen noch gut erkennbar. Hoch im Westen ist der Fuhrmann mit seinem hellen Stern Capella klar erkennbar. Die Hyaden und Plejaden dagegen verschwinden allmählich im Dunst des Westens. In der Meridianregion, fast im Zenit, leuchtet der Planet Jupiter in den Zwillingen. Auch in der Meridianregion, nicht weit über dem Horizont, sieht man einen hellen Stern. Es ist Procyon im Kleinen Hund. Procyon ist ein weisser Zwergstern, er ist nur zirka elf Lichtjahre von der Sonne entfernt. Das unter dem Kleinen Hund liegende Sternbild Einhorn ist für Astronomen eine Fundgrube an interessanten Objekten. Auch in einem lichtstarken Feldstecher (7x42, 10x50), auf einem Stativ platziert, ist dies für Beobachter eine herrliche Himmelsgegend mit Galaxien, Nebeln und Weiterem.
Im Osten zeigt sich bereits der Löwe mit seinem hellen Stern Regulus. Zwischen dem Kopf des Löwen und den Zwillingen liegt das Sternbild Krebs. Schon vor 2000 Jahren waren die schwach leuchtenden Sterne des Krebses bekannt. Damals fand die Sommmersonnenwende im Sternbild Krebs statt, heute im Sternbild Stier. Deshalb wird noch ab und zu von der Sonnenwende des Krebses gesprochen. Der Krebs war bei den Ägyptern vor 3000 Jahren als Skarrabäus bekannt, ein für die Ägypter heiliges Tier.
Im Krebs befindet sich der offene Sternhaufen Praesepe. Er ist mit einem Feldstecher gut zu beobachten. Schon Galileo Galilei beobachtete den Sternhaufen. Er sah damals mit seinem Fernrohr nur wenige Sterne. Der Haufen besteht aus etwa 350 Sternen. Die drei Pfeile auf der Sternkarte weisen auf weitere Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann hin. Sie sind wesentlich weiter entfernt als der Krebs-Sternhaufen. Südlich des Krebses beginnt das Sternbild Wasserschlange, das sich horizontnah bis zum Sternbild Jungfrau hinzieht.
Sternschnuppen
Im Februar sind nur wenige Sternschnuppen zu sehen. Er ist der sternschnuppenärmste Monat des Jahres.
Die Sonden Voyager 1 und Voyager 2
In den letzten Jahrzehnten wurden von verschiedenen Nationen Sonden in den Weltraum geschickt, um das Sonnensystem und ihre Planeten genauer zu erkunden. Speziell wurden von den Sonden Voyager 1 und 2, 1977 gestartet, die Planeten Jupiter, Saturn und Uranus während ihres Vorbeifluges intensiver zu erforschen. Viele bisher unbekannte Monde der Gasplaneten wurden entdeckt.
Die Voyager Sonde 1 enthält eine vergoldete Schallplatte, welche einer Zivilisation fernab von unserer Erde irgendwann ermöglichen sollte, über die Erde und die Menschheit Auskunft zu geben, sofern die Schallplatte abgespielt werden kann. Es liegt zwar eine Gebrauchsanweisung dabei. Carl Sagan, der amerikanische Astronom und Mitentwickler dieser Schallplatte glaubte, dass es im All noch viele Zivilisationen gibt, welche auf einer ähnlichen Entwicklungsstufe sind wie wir Menschen. Man wird es nie erfahren. Wenn es je zu einem möglichen Abspielen der Goldenen Schallplatte kommen sollte, wird es uns vermutlich nicht mehr geben.
Aber einen Erfolg verbuchen die beiden Voyager-Sonden: Es sind die heute am weitesten entfernten Sonden, die je ins All geschickt wurden. Damals wurden sie auf eine Betriebsdauer von vier Jahren ausgelegt. Die auf Plutonium basierenden Batterien funktionieren aber noch heute. So können die Sonden trotz des Alters der Batterien überwacht und gesteuert werden. Bei der Voyager 1 kam es in diesem Jahr zu einem Defekt eines Chips. Fünf Monate herrschte Funkstille. Im November gelang es der NASA, die Sonde wieder zu aktivieren. Das klingt einfacher als es ist: Ein Reparatur-Signal zur Sonde dauert zirka 20 Stunden. Wenn die Sonde das Signal umsetzen kann, dauert es wieder 20 Stunden, bis man im Terminal auf der Erde erfährt, ob die Sonde darauf reagiert hat oder nicht. Doch es klappte! Die Sonden rasen im interstellaren Raum weiter.
Die Entfernung der Voyager 1 Sonde beträgt heute mehr als 24 Milliarden Kilometer. Im November 2026 wird sie ein Lichttag entfernt sein. Ein Lichttag entspricht 25,9 Milliarden Kilometer. Die Möglichkeit, auf solche Distanzen noch Signale zu senden und zu empfangen, ist eine technische Meisterleistung. Die Sonde wird weiterhin Daten über Teilchen und Magnetfelder im All erfassen und an die Erde weiterleiten. In den 60er und 70er Jahren steckte die Computertechnologie noch in den Kinderschuhen, und trotzdem war es möglich, Sonden so auszurüsten, dass sie heute noch funktionsfähig sind und Daten über riesige Distanzen senden.
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