Einen viel tieferen Blick ins Weltall wird durch Parabolantennen ermöglicht
Sonne
Aufgang
1. April, 7.07 Uhr, MOSZ
30. April, 6.14 Uhr, MOSZ
Untergang
1. April, 19.47 Uhr, MOSZ
30. April, 20.26 Uhr, MOSZ
MOSZ: Mitteleuropäische Ortssommerzeit, Region Toggenburg.
Mond
Vollmond: Donnerstag, 2. April, im Sternbild Jungfrau.
Neumond: Freitag, 17. April, im Sternbild Fische
Planeten
Merkur: Er kann nicht gesehen werden.
Venus: Sie steht nur knapp über dem Westhorizont und kann am frühen Abend noch gesehen werden.
Mars: Er bleibt unsichtbar, denn er hält sich in der Nähe der Sonne auf. Jupiter: In der ersten Nachthälfte kann der
Jupiter beobachtet werden.
Saturn: Er hält sich in der Nähe der Sonne auf und ist nicht zu sehen.
Sterne und Milchstrasse
Die Milchstrasse liegt im Westen und ist kaum mehr sichtbar. Nur einige wenige helle Sterne von Wintersternbildern, wie zum Beispiel Capella im Fuhrmann, sind noch zu sehen. Das Sternbild Löwe liegt westlich des Meridians. Das Sternbild Zwillinge mit den hellen Sternen Castor und Pollux gehört zu den 48 Sternbildern der Antike und zum Tierkreis.
Auch sieht man den Jupiter mitten im Sternbild Zwillinge. Der Zwergplanet Pluto wurde 1930 auf Fotoplatten im Sternbild Zwillinge entdeckt. In der griechischen Mythologie waren Castor und Pollux unzertrennliche Zwillinge. Sie waren zusammen mit den Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies (Griechische Mythologie). Die Sterne Castor und Pollux sind jedoch 16 Lichtjahre voneinander entfernt. Da kann man nicht mehr von Zwillingen sprechen. Der rötliche Stern Arktur rückt in den Meridian und ist der auffälligste Stern am Himmel. Er ist der Hauptstern des Sternbildes Bootes. Bootes heisst Bärenhüter, er behütet den Grossen Bären. Er wird auch als Grosser Wagen mit Deichsel bezeichnet. Der mittlere Deichselstern ist ein optischer Doppelstern. Man kann die beiden Sterne von blossem Auge erkennen. Im Fernrohr ist der Deichselstern Alkor wiederum als Doppelstern zu sehen. Doch der nahe bei Alkor sichtbare Stern ist drei Lichtjahre von ihm entfernt. Im Osten stehen die Sternbilder Nördliche Krone und Herkules, der sein Schwert gegen den Kopf des Himmelsdrachen schwingt. Er schlängelt sich zwischen dem Kleinen und Grossen Bären hindurch.
Horizontnah erkennt man den hellen Stern Spica im Sternbild Jungfrau. Weil er nahe an der Ekliptik liegt, wird er vom Mond und von Planeten ab und zu verdeckt. Am 16. Oktober zieht die Sonne am Stern Spica vorbei. Westlich von Arktur und Spica befinden sich sehr viele Galaxien. Einige sind im Fernrohr sichtbar, siehe Sternkarte. Über dem Kopf des Grossen Bären ist das Sternbild Giraffe klar erkennbar. Das Sternbild Luchs ist eine Sternenkette, die sich vom Grossen Bären westlich bis zur Giraffe hinzieht.
Sternschnuppen
Sternschnuppen, die vom Sternbild Leier über den Himmel zu fliegen scheinen, werden Mitte April häufiger zu sehen sein. Ein weiterer, nur schwacher Sternschnuppenstrom kommt aus dem Sternbild Achterdeck, einem Sternbild der Südhälfte. Insgesamt sind nur wenige Sternschnuppen zu beobachten.
Neue Einblicke ins Milchstrassenzentrum
In der chilenischen Atacamawüste, auf über 5000 Metern Höhe, sind 66 Parabolantennen von je zwölf Metern Durchmesser installiert. Sie lassen sich auf Bahnen von 150 Metern bis 16 Kilometern Distanz kreisartig platzieren. Dadurch entsteht ein zoomartiger Effekt, der den Astronomen einen noch viel tieferen Blick ins Weltall ermöglicht. Wenn man an einem Abend den Himmel mit den vielen Sternen bewundert, dann wird einem nicht bewusst, dass die Sterne und Galaxien nicht nur im für uns sichtbaren Wellenbereich strahlen, sondern auch in kürzeren und längeren Wellenbereichen. Bei explodierenden Sternen beispielsweise entsteht Gammastrahlung.
Viele Sterne senden Ultraviolettstrahlung aus, die man auch nicht sieht. Die längerwelligen Strahlen im Radiowellenbereich können nur über grosse Parabolantennen, wie diejenigen in der Atacamawüste, aufgenommen werden. Nun konnten die Antennen in der Atacamawüste das Milchstrassenzentrum im Radiowellenbereich zum ersten Mal mit einer bisher unbekannten Detailgenauigkeit erfassen. Man entdeckte Riesensterne, sechs spiralige Arme aus Gasen und ein kompaktes Objekt, das noch genauer untersucht werden muss.
Das Zentrum einer Galaxie ist immer eine Schlüsselregion für die Astronomen, um über die Entwicklung von Sternen Genaueres zu erfahren. Die Gase im Zentrum einer Galaxie sind entscheidend für die Bildung von Sternen und Planeten. Ausserdem wurden im Zentrum auch Riesensterne entdeckt. Es wurden Moleküle entdeckt, die gar nicht so unbekannt sind, wie zum Beispiel Alkohol-moleküle oder Schwefelverbindungen.
Es werden bei solchen Messungen heute unfassbar viele Daten im Terabyte-Bereich registriert. Ein Terabyte entspricht 1000 Gigabyte. Heute hilft die KI den Astronomen bei der Verarbeitung und Interpretation der Daten.
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