Der CSIO wird wetterfest: Ein Spezialist aus Belgien hat den Rasen im Gründenmoos für das Reitturnier aufbereitet
Seit diesem Jahr gehört der CSIO nicht mehr der League of Nations an. Der Weltverband Fédération Équestre Internationale (FEI) hat das St.Galler Turnier aus der Liga ausgeschlossen. Grund dafür waren offenbar die unzureichenden Bodenverhältnisse infolge der aussergewöhnlich starken Regenfälle gewesen. Das OK des CSIO hat darauf reagiert. In Zusammenarbeit mit der Stadt und einem Rasenexperten wurden Massnahmen getroffen, den Boden wieder turniertauglich zu machen. Ein Spezialist hat Anfang dieser Woche die Bodenqualität im Stadion Gründenmoos geprüft.
Die Massnahmen scheinen zu wirken. «Die aktuelle Bodenprobe zeigt, dass die Wurzeln nun an die 27 Zentimeter lang sind», sagt Nayla Stössel, OK-Präsidentin des CSIO St.Gallen. Das sind rund 20 Zentimeter mehr als noch vor einem Jahr. Ein tiefes Wurzelwerk ist wichtig, da es den Rasen verankert und die Wasseraufnahme des Platzes verbessert.

Spezialist aus Belgien
Das sind gute Nachrichten für den Weltklasse-Pferdesportanlass. Denn noch vor einem Jahr war die Bodenqualität eines der grössten Probleme. Die Analyse der Bodenproben im Juli 2024 zeigte: Die Erde des Turnierplatzes wies eine lehmhaltige Bodenschicht auf. Das Regenwasser konnte dadurch nicht richtig abfliessen und beeinträchtigte zudem die Wurzelstruktur. «Die Wurzeltiefe war damals nur um die sieben Zentimeter, bevor die Lehmschicht begann», sagt Stössel.
Zur Optimierung des Turnierplatzes hat das CSIO-OK einen Spezialisten beauftragt. «Michel Poncelet ist ein Rasenspezialist aus Belgien und hat im Sommer letzten Jahres einen konkreten Massnahmenplan erstellt, der neben einmaligen Arbeiten auch den Plan für den regelmässigen Unterhalt beinhaltete», sagt Stössel. Im September 2024 starteten die Arbeiten. «Um die Lehmschicht zu durchbrechen, wurde der Boden mittels Aerifizieren bearbeitet.» Beim Aerifizieren werden Belüftungslöcher in den Boden gestanzt und die Erde damit gelockert.

Für einen turniertauglichen Rasen folgten weitere Massnahmen. «Der Platz liegt tiefer als das umliegende Gelände, mit dem Nachteil, dass bei Regen auch Wasser von den Seiten her eindringen kann», sagt Nayla Stössel. Deswegen wurde auf drei Seiten des Platzes eine knapp 12 Kilometer lange Drainage eingebaut. Diese soll bei Regen den Wasserabfluss der Böschungen stoppen. Zusätzlich wurde der Rasen mit einer für Pferdesportplätze ausgewählten Grassorte nachgesät.
Starkregensimulation mit Pferden
Doch funktionieren die Massnahmen auch bei Starkregen? Das wollten auch die Verantwortlichen des CSIO wissen und unterzogen den Boden einem Härtetest. «Der Platz wurde mit 100 Millilitern pro Quadratmeter bewässert. Das sind 20 Milliliter mehr als beim Regen im vergangenen Jahr», sagt sie. Um möglichst realistische Bedingungen zu schaffen, wurde der Test mit Pferden und Reitern durchgeführt. Laut Nayla Stössel hat der Rasen den Test bestanden.

Der CSIO St.Gallen ist zwar nicht mehr Austragungsort der League of Nations. Trotzdem heissen die Veranstalterinnen und Veranstalter des CSIO vom 29. Mai bis zum 1. Juni für den Nationenpreis Spitzenreiterinnen und -reiter aus acht Nationen willkommen. «Wir werden ein super Teilnehmerfeld haben», sagt Stössel.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben









Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.