Zwei Tote und drei Vermisste in Mexiko wegen Sturm
Der pazifische Hurrikan «Polo» hat in Mexiko schon vor Erreichen der Küste mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Nach starken Regenfällen und Erdrutschen werden im westlichen Bundesstaat Jalisco drei weitere Menschen vermisst, wie der örtliche Zivilschutz mitteilte. «Polo» soll am Montagabend (Ortszeit) als starker Hurrikan auf die Halbinsel Niederkalifornien im Nordwesten Mexikos treffen.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums (NHC) nahm der Sturm am Sonntagabend (Ortszeit) Kurs auf die Küste des Bundesstaates Baja California Sur. Er war zu diesem Zeitpunkt ein Hurrikan der Kategorie 3 von maximal 5 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 205 Kilometern pro Stunde. Der Sturm befand sich rund 460 Kilometer südwestlich des bei Touristen beliebten Ortes Cabo San Lucas.
Den Wettervorhersagen zufolge dürfte «Polo» in der Nähe der Gemeinde Mulegé auf Land treffen und heftige Niederschläge, Sturzfluten und Überschwemmungen auslösen. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, so weit wie möglich drinnenzubleiben und die Anweisungen des Zivilschutzes aufmerksam zu verfolgen. Der Wirbelsturm wird den Prognosen nach die Halbinsel von Westen nach Osten durchqueren.
Überschwemmungen in Hawaii und weiterer Sturm vor Mexiko
Unterdessen sorgte der vorbeiziehende Hurrikan «Nolo» am Wochenende teilweise für Überschwemmungen in Hawaii, während sich am Sonntag ein weiterer Tropensturm vor der südmexikanischen Pazifikküste bildete. «Rachel» soll dem NHC zufolge am Mittwoch Hurrikanstärke erreichen und über das Meer entlang der Küste ziehen.

Das besonders starke Klimaphänomen El Niño sorgt in diesem Jahr für eine ungewöhnliche Hurrikansaison. Während sich im Pazifik bereits neun Hurrikane gebildet haben - drei davon in der höchsten Kategorie 5 -, hat sich im Atlantik bisher kein einziger Hurrikan entwickelt. Die Hurrikansaison endet am 1. November. (dpa)
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