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Lukas Hidber soll neuer Pfarrer der Seelsorgeeinheit Alttoggenburg werden

Wird Lukas Hidber von den Kirchbürgern gewählt, endet eine weitere Vakanz, die eine Folge der Wahl von Beat Grögli zum Bischof des Bistums St.Gallen war. Hidber würde auf Mathai Ottappally folgen.
Lukas Hidber muss am 4. Mai noch offiziell gewählt werden. (Bild: zvg)
Mathai Ottappally bei seinem ersten Gottesdienst als neuer Dompfarrer in der Kathedrale St. Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Seit dem Weggang von Pfarrer Mathai Ottappally, der im vergangenen August zum Dompfarrer gewählt wurde, wird die Seelsorgeeinheit Alttoggenburg interimistisch durch Felix Büchi als verantwortlicher Priester und Reto Oberholzer als Pfarradministrator geführt (diese Zeitung berichtete). Bischof Beat Grögli schlägt nun Lukas Hidber als neuen Pfarrer vor. Er muss noch an der ausserordentlichen Kirchbürgerversammlung vom 4. Mai offiziell gewählt werden.

Das Seelsorgeteam und der Kirchenverwaltungsrat der Seelsorgeeinheit Alttoggenburg zeigen sich in einer aktuellen Mitteilung überzeugt, mit Lukas Hidber eine erfahrene, bodenständige und führungsstarke Persönlichkeit gewonnen zu haben. Der gebürtige Sarganserländer ist derzeit Standespfarrer in Appenzell und soll seine neue Aufgabe im Oktober antreten.

Mathai Ottappally bei seinem ersten Gottesdienst als neuer Dompfarrer in der Kathedrale St. Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Lukas Hidber war auch schon in Wil tätig

Lukas Hidber wuchs in Sargans auf und studierte Theologie in Luzern und Wien. Seine ersten pastoralen Erfahrungen sammelte er in der Pfarrei Wil. 1998 wurde er in der Kathedrale St.Gallen zum Priester geweiht. In den folgenden Jahren wirkte er als Kaplan in Wil sowie in Windau-Balgach-Diepoldsau/Schmitter. Später übernahm er Verantwortung als Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Gaster.

Seit elf Jahren ist Lukas Hidber Standespfarrer in Appenzell. Darüber hinaus engagierte er sich als Dekan des Dekanats Uznach sowie Appenzell. Seit 2009 gehört er dem Domkapitel des Bistums St.Gallen an. Zusätzlich war er Zentralpräses des Schweizer Kolpingwerkes und vertritt das Bistum seit rund 25 Jahren im Verein Kinderhilfe Bethlehem.

Mit dem Wechsel in die Seelsorgeeinheit Alttoggenburg setzt Lukas Hidber bewusst einen neuen Impuls. «Nach rund zehn Jahren in Appenzell und aufgrund meines Alters ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, nochmals etwas Neues zu wagen», sagt der 54-Jährige. Der neuen Aufgabe begegnet er mit Respekt und Neugier – und bringt gleichzeitig einen grossen Erfahrungsschatz mit.

Hidbers Wahl fiel explizit aufs Alttoggenburg

Obwohl es auch andere Möglichkeiten gegeben hätte, fiel seine Wahl bewusst auf die Seelsorgeeinheit Alttoggenburg. «Ich hatte von Anfang an ein gutes Bauchgefühl», erklärt er. Die guten Gespräche mit dem Seelsorgeteam und der Kirchenverwaltung sowie die Auseinandersetzung mit der Region hätten diesen Entscheid zusätzlich bestärkt. Auf die Verbundenheit seiner Wurzeln angesprochen, meint er mit einem Schmunzeln, dass er aufs Land gehöre. Als ausgeprägter Gesellschaftsmensch ist es ihm zudem ein Anliegen, Gemeinschaft zu stärken und aktiv mitzugestalten.

Lukas Hidber ist zum Ausgleich gerne in der Natur unterwegs, kocht leidenschaftlich – auch in kleineren Gruppen – und erweitert seinen Horizont durch Reisen und das Kennenlernen anderer Kulturen.

Der Kirchenverwaltungsrat lädt in Absprache mit dem Bistum sowie dem zur Wahl stehenden Pfarrer auf Montag, 4. Mai 2026, um 19.30 Uhr zur ausserordentlichen Kirchbürgerversammlung in die Pfarrkirche Kirchberg ein. An diesem Anlass wird sich Lukas Hidber persönlich vorstellen, bevor die Pfarrwahl erfolgt. (pd/mn)

 
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