Schlegel und Ott holen Doppelsieg: Der Stoos gehört den Toggenburgern
Ein Doppelsieg für das Toggenburger Schwingerteam an einem Bergkranzschwingfest liess lange auf sich warten. Am «Stoos ob Schwyz» vergangenen Sonntag schrieben Werner Schlegel mit dem Festsieg und Damian Ott auf dem zweiten Schlussrang nun Schwingsportgeschichte.
Der Start ins Fest verlief für das Ostschweizer Team allerdings nicht nach Wunsch. Kein einziger Schwinger konnte im ersten Gang einen Sieg erringen. Ott stellte gegen den Nordwestschweizer Sinisha Lüscher, Schlegel teilte die Punkte mit Nick Alpiger. Mit diesem Rückstand nahmen die beiden Teamleader am ersten Bergkranzfest der Saison ihre Aufholjagd auf. Noch vor der Mittagspause zeigten die beiden Sennenschwinger ihre Klasse und gewannen ihre Gänge in gewohnter Manier. Nach der Pause setzte sich Schlegel mit dem Sieg über Michael Gwerder von Ott ab. Der Kilchberger-Sieger musste im Duell mit Lukas Heinzer stellen.
Ott rappelt sich auf
Trotz dieses Dämpfers überzeugte Ott in den Gängen fünf und sechs erneut. Mit Siegen gegen den unbequemen Christian Bucher und das Schwyzer Talent Martin Schönbächler zeigte er seine Stärke eindrücklich. Die beiden Erfolge verhalfen ihm schliesslich zum zweiten Schlussrang.
Schlegel setzte seinen Siegeszug fort und qualifizierte sich dank seines Erfolgs über Fredy Bruhin für den Schlussgang. Dort traf er auf den Überraschungsmann Elias Lüscher, den er bereits nach 53 Sekunden mit einem Kurz bezwang. Damit feierte Schlegel seinen zweiten Festsieg an einem Bergkranzschwingfest.
Urban Götte’s Premiere geglückt
Urban Götte stand als neuer Technischer Leiter der Nordostschweizer Schwinger erstmals bei einem Bergkranzschwingfest im Einsatz. Der Toggenburger brachte den harzigen Start der Ostschweizer mit seinem Einteilungsgeschick wieder auf Kurs.
Seine Premiere in dieser Rolle lief damit erfolgreich: Gleich beim ersten Bergkranzfest reist er mit einem Sieg nach Hause.
Am Bündner-Glarner Kantonalen überzeugt nur Signer
Die St. Galler Schwinger, die am Bündner-Glarner Schwingfest auf Motta Naluns in Scuol (GR) im Einsatz standen, kämpften nicht nur gegen menschliche Gegner, sondern auch gegen die Höhenmeter. Noch nie hatte ein Fest auf einer Höhe von 2151 Metern über Meer stattgefunden. Die dünne Luft war den Schwingern deutlich anzumerken – auch den 28 gestarteten St. Gallern.
Lediglich Andy Signer konnte aus St. Galler Sicht überzeugen und reiste am Abend mit dem Kranz nach Hause. Der Favoritenschreck aus Wittenbach bestätigte seinen Ruf auch im Bündnerland eindrücklich. Weder Schwingerkönig Armon Orlik, der spätere Festsieger, noch Schlussgangteilnehmer Mario Schneider oder Eidgenosse Roger Rychen fanden ein Rezept gegen den Sennenschwinger. Seine drei gestellten Gänge gegen diese Gegner waren hochklassig und wurden jeweils mit der Note 9 belohnt.
Mit drei weiteren Siegen klassierte sich Signer schliesslich auf dem sechsten Schlussrang. Für die Ostschweizer Schwinger folgt nun eine einwöchige Pause, bevor es mit dem Nordostschweizer Schwingfest in Güttingen zum nächsten Höhepunkt kommt.
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